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254 Nachruf-Meldungen seit 1. Mai
2004 © 2004
by nekrolog.info
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| Antonio Corpora
starb am 06.09.2004 |
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Der italienische Maler Antonio Corpora, geboren am 15.08.1909 in Tunis, starb am 6.09.2004 in Rom. In jungen Jahren kopierte er in Florenz Werke der Alten Meister und probierte mehrere Stilrichtungen aus. In Paris, lernte er die Protagonisten der Avantgarde-Malerei kennen und machte erste Schritte in Richtung abstrakte Malerei. In den 40er Jahren trat er der Gruppe "Fronte Nuovo delle Arti" bei, beschäftigte sich mit kubistischen Tendenzen und fand schließlich zur gestischen Malerei, die ihn bis an sein Lebensende begleitete. Mit ihr war er auch auf der ersten Kasseler Documenta im Jahr 1955 vertreten und nahm an den Biennalen von Venedig teil.
Corpora wurden Zeit seines Lebens zahlreiche Auszeichnungen zuteil. 1951 bekam er den "Prix de Paris", 1955 den Preis der "Quadriennale di Roma", 2003 wurde er für sein Lebenswerk mit dem "Premio Presidente della Repubblica" geehrt und zum Mitglied der Accademia di San Luca ernannt.
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| Richard Hey
starb am 04.09.2004 |
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Der Kriminalschriftsteller und Hörspielautor Richard Hey, geboren am 15.05.1926 in Bonn, verstarb am 04.09.2004. Aufgewachsen in Greifswald/Pommern studierte er nach dem Krieg zunächst Geschichte, Germanistik und Musik, brach dann aber das Studium ab und arbeitete als Film-Regieassistent, Musikkritiker und Journalist. Seit 1952 war er als Autor und Regisseur ständiger Mitarbeiter von zahlreichen Rundfunksendern.
Er schrieb Hörspiele, wie zum Beispiel "Sofies Welt" und "Der Name der Rose", Theaterstücke, Filmdrehbücher wie Folgen von "Tatort" und Prosa und verfasste auch Romane, sehr bekannt wurde der Krimiroman "Ein Mord am Lietzensee". Darüber hinaus übersetzte er Komödien aus dem italienischen und war von 1972 bis 1976 Mitherausgeber der "Autoren Edition" des Bertelsmann-Verlages. Seit 1976 arbeitete Richard Hey als freier Autor.
Hey wurde unter anderem mit dem "Gerhart-Hauptmann-Preis" und dem "Hörspielpreis der Kriegsblinden", einem der wichtigsten deutschen Hörspiel Preise, ausgezeichnet. 1997 erhielt er den "Ehrenglauser" der Krimiautorenvereinigung für seine Verdienste um den deutschen Kriminalroman. |
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| Serge Marquand
starb am 04.09.2004 |
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Der französische Schauspieler und Produzent Serge Marquand ist im Alter von 74 Jahren am 04.09.2004 an Leukämie gestorben. Marquand, , der mehr als 80 Filme gedreht hat, debütierte 1960 in "Gefährliche Liebschaften", spielte 1962 in "Barbarella" und 1972 im Film "Der Zug", an der Seite von Jean-Louis Trintignant und Romy Schneider. Mit Beginn der 90er Jahre spielte er vor allem in TV-Produktionen, bekannt davon ist unter anderem "Der Graf von Monte-Christo". Marquand war der Bruder der Regisseurin Nadine Trintignant, deren Tochter Marie - ebenfalls Schauspielerin - vor rund einem Jahr von dem französischen Rocksänger Bertrand Cantat erschlagen worden war. |
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| Caroline Pratt
starb am 03.09.2004 |
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Beim CCI**** in Burghley erlitt die 42 Jahre alte britische Vielseitigkeitsreiterin Caroline Pratt durch einen Sturz mit Primitive Streak am 03.09.2004 tödliche Verletzungen. Die Berufsreiterin war gegen Ende der Geländestrecke mit dem 12-jährigen Wallach Primitive Streak ein Hinderniselement am Lake Crossing mit relativ wenig Schwung angeritten. Das Pferd kam zu Fall und begrub die Reiterin unter sich, Pratt starb trotz sofortiger Belebungsversuche, ihr Pferd blieb unverletzt. Caroline Pratt zählte zu den besten und erfahrensten Vielseitigkeitsreiterinnen Großbritanniens. Für Athen und Sydney stand sie auf der Olympia Longelist. 2001 nahm sie als Einzelreiterin an der Europameisterschaft teil. In diesem Jahr war das Pferd bei zwei Advanced Prüfungen im Mai und im Juli mit der Reiterin hoch platziert gewesen. Die einzige internationale Platzierung, 8. beim CCI* in Necarne, stammt aus dem Jahr 1998. |
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| André Stil
starb am 03.09.2004 |
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Der Philosoph und Schriftsteller André Stil, geboren am 1. April 1921, verstarb am 03.09.2004 im Alter von 83 Jahren. 1949, nach der Veröffentlichung seines ersten Buches "Kameraden", ging er als Herausgeber und gleichzeitig Direktor einer Zeitung nach Paris. Im Jahr 1950 wurde er Mitglied des zentralen Ausschusses der französischen kommunistischen Partei, der er zwanzig Jahre treu blieb. Im selben Jahr gründete er die Zeitschrift "Menschheit". Auf Grund seiner kritischen Leitartikel in der Zeitung wird Stil für sechs Monate eingesperrt. Proteste und eine Versammlung der Krankenversicherung unter dem Vorsitz von Pablo Picasso trugen zu seiner Befreiung bei. Während des Krieges von Algerien wird ein Verbot seines Romans "der Bruchbau" ebenfalls nach Protesten aufgehoben.
Nachdem Stil den Stalin Preis von Literatur erhielt und den Volkspreis für die Gesamtheit seines Werkes, wurde er im Jahre 1977 zum Mitglied von der Goncourt-Akademie gewählt. Seit 1971 lebte und arbeitete er bei Perpignan. Zu Stils umfangreichen Werk gehören 50 Romane, Novellen und Essays, aber auch TV-Drehbücher. In Deutschland erschienen unter anderem "Der erste Stoß", "Die letzte Stunde", "Versehentlich auch Blumen" und "Morgen, wenn wir einander lieben".
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| Manfred Kittlaus
starb am 03.09.2004 |
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Der langjährige Leiter der Zentralen Ermittlungsstelle für Regierungs- und Vereinigungskriminalität (ZERV), Manfred Kittlaus, ist in Berlin am 03.08.2004 an einem Herzanfall gestorben. Die ZERV- Ermittler untersuchten Straftaten, die im Zusammenhang mit der DDR-Vergangenheit oder der deutschen Wiedervereinigung standen. Im September 1991 wurde die ZERV als eigenständige Abteilung bei der Polizei gegründet. Am 31. Dezember 2000 wurde sie wieder aufgelöst, weil die strafrechtliche Aufarbeitung der DDR-Vergangenheit im Wesentlichen abgeschlossen sei, hieß es damals zur Begründung. Von der Eröffnung der Abteilung bis zum Eintritt in den Ruhestand 1998 leitete Kittlaus die Behörde und galt als kompromissloser Aufklärer. |
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| Kieth Engen
starb am 02.09.2004 |
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Der Opernsänger Kieth Engen ist am 02.09.2004 im Alter von 79 Jahren in Murnau gestorben.
Der im US-Bundesstaat Minnesota geborene Bassist gab 1954 in Graz am Stadttheater sein Debüt. Dann wechselte er an die Bayerische Staatsoper in München, wo er fast 40 Jahre Ensemblemitglied war.
Neben wichtigen Rollen seines Fachs erzielte Engen auch als Oratoriensänger und zeitgenössischer Musiker große Erfolge. 1958 trat er erstmals bei den Bayreuther Festspielen auf. Eine seiner letzten Partien war 1996 die des Gemeindevorstehers in Aribert Reimanns Kafka-Vertonung "Das Schloss", im August 2004 war er bei den Salzburger Festspielen in einer Aufführung von Mozart als Bassist zu hören.
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| Carl Wayne
starb am 31.08.2004 |
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Der Move Sänger und seit fünf Jahren Leadsänger der Hollies Carl Wayne erlag am 31.08.2004 im Alter von 61 Jahren im englischen Surrey den Folgen seiner Krebskrankheit.
Wayne war ein gefragter Studiomusiker und spielte neben Hauptrollen in Musicals wie "The Blood Bothers" und war auch auf den Studioalben u.a. von Kylie Minogue und Robbie Williams zu finden. Seine letzten Aufnahmen zusammen mit dem Pop Projekt Et Cetera waren u.a. "Soldier's Song", "Sorry Suzanne". Die Fertigstellung eines Albums stand unmittelbar vor dem Abschluss. Wayne gehörte 1966 zu den Gründungsmitgliedern von The Move, die mit höchst melodiösen Songs wie "Blackberry Way", "Flowers In The Rain" oder "Fire Brigade" Hits landete. Wegen der Dominanz des Songwriters der Moves verließ Wayne die Band nach nur zwei Alben und startete in den 70er Jahren eine Solokarriere. Sein erstes Album unter eigenen Namen war 1972 zu hören. Im Jahr 2000 kam er als Leadsänger zu den Hollies und reiste mit der Band rund um die Welt.
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| Hans Vonk
starb am 29.08.2004 |
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Der am 18. Juni 1942 in Amsterdam geborene Chefdirigent der Dresdner Staatskapelle Hans Vonk starb am 29. August 2004 nach langer Krankheit in seiner Heimatstadt. Vonk studierte Klavier und Dirigieren am Konservatorium seiner Heimatstadt. Von 1969 bis 1973 war Hans Vonk Assistent am Königlichen Concertgebouw Orchester in Amsterdam, von 1973 bis 1979 Dirigent des Sinfonieorchesters des Niederländischen Rundfunks.
Seit 1980 dirigierte er regelmäßig Konzerte und Opernaufführungen der Staatskapelle Dresden, deren Leitung er fünf Jahre übernahm. Von 1991 bis 1997 leitete er das WDR-Sinfonieorchester in Köln. Vonk war auch Chefdirigent der Niederländischen Oper. Die größte Freude bereitete ihm nach eigenen Angaben die Arbeit mit dem Saint Louis Symphony Orchestra (USA), wo er von 1997 bis 2003 Chefdirigent war und häufig zu Gastkonzerten bei den renommierten amerikanischen Sinfonieorchestern in Philadelphia, Cleveland, Boston, New York und Los Angeles eingeladen wurde und große Erfolge feierte.
Im Mai war der hoch angesehene Orchesterleiter von Königin Beatrix zum Ritter im Orden des niederländischen Löwen ernannt worden. Hans Vonk widmete sich vornehmlich der europäischen Romantik, setzte sich aber auch mit zeitgenössischer Musik auseinander. Auf große Anerkennung stieß seine CD-Einspielung der Sinfonien von Robert Schumann.
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| Sigi Feigel
starb am 28.08.2004 |
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Der Rechtsanwalt Sigi Feigel ist am 28.08.2004 im Alter von 83 Jahren nach langer Krankheit gestorben. Sigi Feigel wurde am 17. Mai 1921 in Zürich als Kind jüdischer russischer Einwanderer geboren. An der Universität Zürich studierte Feigel Rechtswissenschaften und promovierte 1949.
Obwohl er Rechtsanwalt werden wollte, übernahm er die Konfektionsfabrik seines Schwiegervaters, als dieser starb. 27 Jahre später verkaufte Feigel die Firma und wandte sich wieder seinem ursprünglichen Berufsziel zu. Nach neuerlichem Studium erwarb er im Alter von 62 Jahren das Anwaltspatent und führte eine Anwaltspraxis in Zürich. Sein Leben lang engagierte sich Feigel für die jüdische Bevölkerung, war Präsident, später Ehrenpräsident der israelitischen Kultusgemeinde. Von 1984 bis 1996 war er Geschäftsleitungsmitglied des schweizerischen israelitischen Gemeindebundes und Initiator und Mitbegründer verschiedener Stiftungen und Vereine. Dazu gehören etwa die 1989 gegründete Stiftung gegen Rassismus und Antisemitismus, die er auch präsidierte, die Gesellschaft für Minderheiten in der Schweiz und die Stiftung Jugendwohnhilfe. In den 90er Jahren engagierte er sich für die Einführung des Antirassismus-Gesetzes und profilierte mit überlegten und kritischen Stellungnahmen in der Debatte um Holocaust-Opfer. 2003 nahm er als Mitglied der Schweizer Delegation an der OSZE - Konferenz über Antisemitismus in Wien teil.
Für seinen Einsatz für Minderheiten zeichnete die Gruppe Christlicher Unternehmer Feigel im Oktober 1994 mit dem Preis für Zivilcourage aus. 1998 verlieh ihm die Universität Zürich den Ehrendoktortitel der juristischen Fakultät. |
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| Laura Branigan
starb am 26.08.2004 |
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Die amerikanische Sängerin Laura Branigan, geboren am 3. Juli 1957 in der Kleinstadt Brewster, nahe New York, ist am 26.08.2004. in ihrem Haus im US-Staat New York im Schlaf gestorben. Todesursache war scheinbar eine krankhafte Erweiterung eines Blutgefäßes im Gehirn, ein so genanntes Gehirnaneurysma.
Der größte Hit der Sängerin war "Gloria" aus dem Jahr 1982, dafür erhielt Branigan Platin. Der Hit war 36 Wochen an der Spitze der US-Charts, der Titel brachte ihr eine Nominierung als beste weibliche Sängerin für den "Grammy" ein. Noch vor zwei Jahren wurde sie am Broadway gefeiert. Dort spielte sie im Musical "Love, Janis". Zu ihren Hits gehörten Titel wie "Self Control", "Solitaire" und "Power Of Love" und Filmsongs für "Flashdance" und "Ghostbusters". Im vorigen Jahr veröffentlichte sie ihr Album "Best of Branigan". Sie hinterlässt eine Tochter. |
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Der Regisseur und Allrounder Otto Anton Eder, geboren am 1. Februar 1930 in Klagenfurt verstarb am 25.08.2004. Mit seinem Namen sind österreichische Fernsehklassiker wie "Wünsch dir was", "Fenstergucker", "Quiz 21", "Familie Leitner", "Der Leihopa", "Club 2", "Guten Abend, Österreich", "Cafe Central", "Horizonte" ebenso verbunden wie die "Zeit im Bild", "Willkommen Österreich" und "Licht ins Dunkel".
Otto Anton Eder studierte Theaterwissenschaft und sammelte als Regieassistent am Theater an der Wien und in den Kammerspielen praktische Erfahrungen und absolvierte die Bühnenprüfung als Regisseur. Die Geburtsstunde des Fernsehens bedeutete auch den Beginn der ORF-Karriere Otto Anton Eders, 1968 war er Regisseur des ersten durchmoderierten Fernsehprogramms.
Opern- und Theaterproduktionen gehörten ebenso zu den Arbeiten des vielseitigen Regisseurs wie Fernsehspiele, Kabarett- und Musikproduktionen, Sportveranstaltungen (Olympische Winterspiele von Innsbruck 1976) und politische und gesellschaftliche Großereignisse (US-Wahlnacht 1968, Gipfel Kennedy - Chruschtschow in Wien, Papstbesuch 1983, Opernball). Für den TV-Film "Leonardo" errang Eder internationale Reputation beim Festival der Goldenen Rose von Montreux.
Otto Anton Eder war zwei Mal verheiratet, zuletzt mit ORF-Generaldirektorin Monika Lindner, und hinterlässt drei Kinder.
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| Gerda Jo Werner
starb am 25.08.2004 |
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Gerda Jo Werner, die abgebildet auf der Rückseite der Fünfzig-Pfennig-Münze war, ist am 25.08.2004, im Alter von 86 Jahren im Altersheim gestorben. Gestaltet wurde der Entwurf von ihrem Mann für die Deutsche Bundesbank, die ein Motiv suchte das den Wiederaufbau Deutschlands nach dem zweiten Weltkrieg verkörpern sollte. Es war, wie Werner selbst sagte, ein weibliches Symbol, für die Trümmerfrauen und Waldarbeiterinnen der Zukunft. Eine junge, Kopftuch tragende Frau, kniend, die einen Setzling in den Boden steckte. Auf dass neues Leben und neues Wachstum erblühe. Erst Ende der 80er Jahre erfuhr man, dass ein menschliches Modell abgebildet war, es die Frau von Werner darstellte. Seit ihrem Bekanntwerden zog man Gerda Werner in Geldfragen häufig zu Rate. Auch bei der Einführung des Euro wurde die charmante Dame in Talkshows und Reportagen zu ihrer Meinung befragt. Von der Erstausgabe am 14. Februar 1949 bis zur Euro Einführung am 1. Januar 2002 waren die 50-Pfennig-Münzen offizielles Zahlungsmittel in der Bundesrepublik Deutschland. Insgesamt wurden weit über 2 Milliarden Stück geprägt. |
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| Carl Szokol
starb am 25.08.2004 |
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Carl Szokoll, der Mann, der am 20. Juli 1944 in Wien führend am Militärputsch gegen Hitler teilnahm, starb am 25.08.2004 in Wien, knapp vor seinem 89. Geburtstag, in einem Spital. Szokoll, Claus Graf Schenk von Stauffenbergs Verbindungsmann in Wien, blieb nach dem gescheiterten Attentat an Hitler unerkannt und half im April 1945 in Zusammenarbeit mit der Widerstandsgruppe O5 um eine kampflose Übergabe Wiens an die Rote Armee. Auch diese Operation wurde verraten, drei der engsten Mitarbeiter Szokolls - Major Biedermann, Hauptmann Huth und Leutnant Raschke wurden von den Nazis an Straßenlaternen erhängt. Szokoll geriet nach Kriegsende in russische Gefangenschaft, wo er als US-Spion verdächtigt wurde. Nach dem Zweiten Weltkrieg war er als Filmproduzent ("Die letzte Brücke", "Der letzte Akt") und Autor (u. a. "Der Bockerer") tätig. |
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| Elisabeth Kübler-Ross
starb am 24.08.2004 |
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Die Sterbeforscherin Elisabeth Kübler-Ross ist am 24.08.2004 im Alter von 78 Jahren in ihrem Haus in Scottsdale (US-Staat Arizona)gestorben. Sie hatte in den letzten Jahren mehrere Schlaganfälle erlitten. Bekannt wurde die gebürtige Schweizerin durch ihre Forschungen über das Sterben und den Tod. Kübler-Ross widmete den größten Teil ihres Lebens der emotionalen Betreuung von Sterbenden. Mit ihrem Standardwerk "Interviews mit Sterbenden" aus dem Jahr 1969, für das sie mit mehr als 200 Sterbenden sprach, sorgte sie als Wissenschaftlerin dafür, dass Sterbende in den Hospitälern der USA und anderen Ländern nicht mehr irgendwo auf einem Gang abgestellt wurden, um auf den Tod zu warten. Auf ihre Initiative hin wurden in den USA die ersten Hospize errichtet, in denen Sterbenskranke bis zu ihrem Tod gepflegt und begleitet werden. Auch das in Washington gegründete Spital für todkranke Kinder ging auf ihr Engagement zurück. Sie schrieb etwa zwanzig Bücher, die in fast ebenso vielen Sprachen übersetzt wurden in millionenfacher Auflage. Später erntete sie aber auch Widerspruch. Kritiker warfen ihr ein Abdriften ins Esoterische vor, da sie behauptete, es gäbe keinen Tod. In ihrem Buch "Über den Tod und das Leben danach" wandte sie sich mit der Bitte um Hilfe an ihre Leser, den Menschen zu sagen dass der Tod nicht existiere.
1926 in Zürich geboren, machte sie ihr Abitur und Medizinstudium. Sie promovierte 1957 und siedelte nach ihrer Heirat 1958 in die USA über, wo sie sich auf die Psychiatrie spezialisierte. In einem ihrer letzten Fernsehinterviews, das sie 1998 gab, bedauerte sie rückblickend einen Aspekt ihres Lebens: "In der Schweiz wurde ich nach dem Grundsatz erzogen: arbeiten, arbeiten, arbeiten. Du bist nur ein wertvoller Mensch, wenn Du arbeitest. Dies ist grundfalsch. Halb arbeiten, halb tanzen. Das ist die richtige Mischung! Ich selbst habe zu wenig getanzt und zu viel gearbeitet." In der Abgeschiedenheit der Wüste von Arizona lebte sie in ihren letzten Jahren nach mehreren Schlaganfällen einsam und oft unter großen Schmerzen. Angst vor dem Tod hatte die Psychiaterin auch im Alter nicht: "Sterben - das ist, als würde man bald in die Ferien fahren, ich freue mich schon unheimlich darauf", sagte sie einmal. Sie war überzeugt, dass sie nach dem Tod alle Menschen wiedertreffen würde, die sie geliebt hatte.
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