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254 Nachruf-Meldungen seit 1. Mai 2004     © 2004 by nekrolog.info 
  Eddie Adams starb am 19.09.2004
Eddie AdamsDer Fotojournalist Eddie Adams, dessen Aufnahme von der Erschießung eines Guerilla Kämpfers um die Welt ging, ist am 19.09.2004 im Alter von 71 Jahren in seiner Wohnung in Manhattan an einer unheilbaren Erkrankung des Nervensystems gestorben. Der Fotograf, der Bilddokumente von Kriegen lieferte, erhielt 1969 für das oben genannte Foto den Pulitzer-Preis. Das preisgekrönte Foto, das im Februar 1968 in Saigon aufgenommen wurde, ging als eines der schockierendsten und bewegendsten Werke der Kriegsfotografie in die Geschichte ein.

Während seiner Laufbahn erhielt er mehr als 500 Auszeichnungen. Die Fotos von dreizehn Kriegen erschienen auf den Titelseiten unzähliger Zeitungen und Zeitschriften rund um den Globus. Er porträtierte mehrere US-Präsidenten und viele weitere weltberühmte Persönlichkeiten, darunter Papst Johannes Paul II. und den kubanischen Staatschef Fidel Castro.

Adams wurde in New Kensington, Pennsylvania geboren. Von 1962 bis 1972 und von 1976 bis 1980 arbeitete er für AP, später für Time-Life und andere Publikationen.

  Russ Meyer starb am 18.09.2004
Russ MeyerDer amerikanische Filmemacher Russ Meyer verstarb am 18.09.2004 82-jährig an den Folgen einer Lungenentzündung. Er begann seine Karriere als Kriegsfotograf in Europa, danach arbeitete er einige Jahre als Industriefilmer.

Nachdem Meyer seine zweite Frau Eve kennenlernte, die mit ihrer großen Oberweite einträgliche Fotos für das "Playboy" Magazin machte, drehte er in nur vier Tagen seinen ersten Sexfilm. Die Pornoindustrie wäre nichts ohne ihn: Mit provokanten Filmen wie "Mondo Topless", "Megavixens" oder "Im tiefen Tal der Superhexen" stand ihm stets der Sinn nach Großem. Seine Filme, die in den 60er Jahren als pornographisch galten, werden heute als Filmkunst und wichtiger Teil der Kinogeschichte entsprechend gewürdigt. Höhepunkt der Anerkennung unter Cineasten war 1983 die Retrospektive von Meyer-Produktionen im Pariser Cinémathèque.

Meyer produzierte an die 23 Filme und kümmerte sich auch um Drehbuch, Regie, Schnitt und Finanzierung. In den USA wurde Meyer zwar Multimillionär, erlangte aber nie öffentlichen Ruhm.

  Giovanni Raboni starb am 16.09.2004
Giovanni RaboniDer italienische Dichter Giovanni Raboni erlag am 16.09.2004 in Parma den Folgen eines Herzanfalls. Er starb im Alter von 72 Jahren.

Er war einer der bekanntesten italienischen Lyriker und hat mehrere Gedichtsammlungen veröffentlicht, unter anderem "Le case della Vetra" (1966), "Cadenza d'inganno" (1975), "Canzonette mortali" (1986) und "Ogni terzo pensiero" (1993). In "Barlumi di storia" (2002) schilderte er seine Kindheit im Krieg und historische Ereignisse wie die Ermordung von US-Präsident John F. Kennedy.

  Dolly Rathebe starb am 16.09.2004
Dolly RathebeDie südafrikanische Jazz und Blues Sängerin und Schauspielerin Dolly Rathebe verstarb am 16.09.2004 im Krankenhaus nahe Pretoria. Die am 02.04.1928 geborene Sängerin wuchs in Johannisburg auf. 1949 wurde sie durch den Film "Jim comes to Jo'burg" bekannt, in dem sie eine Nachtclub Sängerin spielte.

1964 wurde sie mit der Afro-Jazz-Gruppe Elite Swingsters international bekannt. Danach zog sie sich zurück und betrieb ein Pub mit Live-Musik in Kapstadt. 1990 ging sie zurück zu den "Elite Swingsters", die ein Jahr später das Album "Woza" veröffentlichte. Dolly Rathebe sollte Ende September 2004 bei den Deutsch-Südafrikanischen Kulturwochen mit einer deutschen Jazz-Formation auftreten.

  Prof. Dr. Phil. Hugo Borger starb am 16.09.2004
Prof. Dr. Phil. Hugo BorgerDer frühere Generaldirektor der Kölner Museen, Prof. Dr. Phil. Hugo Borger, geboren am 23.11.1925 in Düsseldorf, verstarb am 16.09.2004. Der Kölner Oberbürgermeister Fritz Schramma (CDU) würdigte Borger als Experten, der das Bild der Kunststadt Köln in Europa und darüber hinaus geprägt habe.

Borger studierte Kunstgeschichte, Archäologie, Geschichte und Theaterwissenschaften an den Universitäten Köln und Bonn. Er begann seine Karriere 1961 beim rheinischen Landesmuseum in Bonn und übernahm zwei Jahre später die wissenschaftliche Oberleitung für alle archäologischen Ausgrabungen im Rheinland. 1972 wurde Borger Direktor des Römisch-Germanischen Museums in Köln, acht Jahre später übernahm er das Amt des Generaldirektors der Kölner Museen für zehn Jahre. In diesen Jahren waren zahlreiche Ausstellungen, die größte und erfolgreichste war 1980. Die Tutanchamun-Schau hatte 1,3 Millionen Besucher. 1984 gründete er als Vorsitzender des Verbandes der Landesarchäologen die Zeitschrift "Archäologie in Deutschland".

Borger genoss als Wissenschaftler international großes Ansehen und ist Träger hoher in- und ausländischer Auszeichnungen. Mit der Verleihung des Karl-Friedrich-Schinkel-Rings würdigte das Deutsche Nationalkomitee für Denkmalschutz im vergangenen Jahr Borgers Lebenswerk.

  Izora Rhodes Armstead starb am 16.09.2004
Izora Rhodes ArmsteadDie US-Disco-Queen und Sängerin des Pop-Duos "The Weather Girls" Izora Rhodes Armstead ist am 16.09.2004 im Spital in Kalifornien gestorben. Dorthin war die in Deutschland lebende Musikerin kürzlich zur Behandlung eines Herzleidens zurückgekehrt.

Izora, die am Konservatorium in San Francisco klassischen Gesang studierte, landete mit ihrer Gesangskollegin Martha Wash in den 80er Jahren ihren größten Hit mit "It's Raining Men". Die Gruppe, die sich "Weather Girls" nannte, belegte mit diesem Hit wochenlang den ersten Platz der amerikanischen Dance-Charts und wurde 1984 auch in Europa zum Hit.

Nachdem die Gruppe auseinander ging, zog Armstead in den 90er Jahren nach Deutschland und tat sich mit ihrer Tochter Dynell zusammen. Sie tourten gemeinsam durch Deutschland und nahmen Platten auf. Ihr Repertoire ging von Gospel, Rhythm & Blues und Soul bis hin zur House- und Dancefloor – Music. Sie hatte mit Stars wie George Michael, Eddie Murphy und Michael Jackson gemeinsame Auftritte.

  Johnny Ramone starb am 15.09.2004
Johnny RamoneJohnny Ramone, Gitarrist und Mitbegründer der legendären Punk Band "The Ramones" starb am 15.09.2004 nach jahrelangem Kampf gegen den Krebs im Alter von 55 Jahren in Los Angeles.

Johnny Ramone, mit bürgerlichem Namen John Cummings, gründete 1974 die legendäre Band, welche enormen Einfluss auf ganze Generationen von Musikern hatte und 2002 in den "Rock´n Roll Hall of Fame" aufgenommen wurden. Die Band wollte "Die junge wütende Stimme des Volkes" verkörpern. Ihr Debüt Album erschien 1976, setzte sich aber nie richtig durch, der Erfolg blieb aus. Johnny war der Gitarrist der Band und verstarb nun als drittes Mitglied der vier Musiker.

  Giuni Russo starb am 14.09.2004
Giuni RussoDie italienische Sängerin Giuni Russo, die mit bürgerlichem Namen Giusi Romeo hieß, ist im Alter von 53 Jahren nach schwerer Krankheit in Mailand am 14.09.2004 gestorben. Russo hatte 1982 mit dem Lied "Un'estate al mare" den internationalen Durchbruch geschafft.

Sie stammte aus einer Musikerfamilie und war nicht nur eine der bekanntesten italienischen Vertreterinnen der "leichten" Musik, sondern auch für Klassik und Jazz. In ihrer langjährigen Karriere hatte sie mehrmals am traditionellen Schlagerfestival von San Remo teilgenommen, auch im vergangenen Jahr. Schon von ihrer Krankheit gezeichnet stellte sie dort das Lied "Morirò d'amore" vor.

  Ove Sprogøe starb am 14.09.2004
Ove SprogøeDer dänische Schauspieler Ove Sprogøe, geboren am 21.12.1919 in Odense, verstarb am 14.09.2004 auf Amager. International bekannt wurde er durch seine Rolle des Egon Olsen in 14 Olsenbande-Filmen.

Nach privaten Schauspielstunden versuchte Sprogøe vergeblich, an der Schauspielschule des Königlichen Theaters in Kopenhagen unterzukommen. 1944 begann er seine Ausbildung an der Schauspielschule des Folketeatret und debütierte 1945 auf der Bühne und ein Jahr später im Film. Neben zahlreichen großen Theaterrollen wurde Ove Sprogøe beim Film vor allem als Komödiendarsteller bekannt. Dazu gehören auch die vierzehn Olsenbandenfilme an der Seite von Poul Bundgaard und Morten Grunwald.

Ove Sprogøe spielte in 166 Kino- und Fernsehfilmen mit und wurde viermal mit dem dänischen Filmpreis "Bodil" geehrt. Gelegentlich trat er auch als Sänger auf. 1998zog er sich aus dem Filmgeschäft zurück. In seinen letzten Lebensjahren lebte Ove Sprogøe zurückgezogen im Kopenhagener Vorort Kastrup. Ove Sprogøe hinterlässt drei Söhne, von denen ein Sohn, Henning, ebenfalls Schauspieler geworden ist.

  Fred Ebb starb am 11.09.2004
Fred EbbDer bekannte US-amerikanische Musical-Autor Fred Ebb ist am 11.09.2004 an einem Herzinfarkt verstorben. Der vermutlich 76jährige, sein genaues Geburtsdatum wollte er nie verraten und gab verschiedene Daten an, schrieb Texte für Hit-Musicals wie "Chicago", "Cabaret", "Zorba" und "Kiss of the Spider Woman".

Ebbs Zusammenarbeit mit John Kander war eine der längsten am Broadway und begann 1965. Ein Jahr später etablierten sie sich mit "Cabaret": Das auf dem Stück basierende Musical "I am a camera" wurde in den letzten 20 Jahren rekordverdächtige 1165 Mal gespielt und mit dem "Tony Award" für bestes Musical ausgezeichnet. Noch heute wird "Cabaret" sowohl am Broadway als auch am Londoner West End aufgeführt.1975 setzten sie ihren Erfolg mit der Filmversion "Chicago" weiter fort und wurden dafür mehrfach mit dem "Oscar" ausgezeichnet. Ebb und Kander versorgten auch die weltberühmte Diva Liza Minelli mit Stücken für Broadway-Shows und TV-Auftritte, unter anderem der gesungene Titelsong des Martin-Scorsese-Films "New York, New York" aus dem Jahre 1977. Weitere Hits des Duos sind unter anderem "Woman of the year" oder "Kuss der Spinnenfrau", das 1992 uraufgeführt wurde.

Insgesamt wurde Fred Ebb elf Mal für den Tony Award nominiert. 2003 wurden Kander und Ebb durch die Landmark Conservancy zu "Living Landmarks" erklärt.


  Dennie Mancini starb am 10.09.2004
Dennie ManciniDennie Mancini aus dem Betreuerstab des Sauerland-Boxstalls ist mit 71 Jahren nach langer schwerer Krankheit in der Nacht zum 10. September 2004 gestorben. "Der beste Cutman der Welt", wie er genannt wurde, betreute unter anderem Henry Maske und Axel Schulz. Mancini, der aus einer Boxerfamilie stammt und auch selbst erfolgreich boxte, musste nach einer Handverletzung die er sich bei einer Straßenrauferei holte, aufhören, da die Hand nicht mehr gut verheilte. Mancini war seit 1983 von Großbritannien zu allen Profi-Kämpfen des Sauerland-Stalls gereist, um Verletzungen der Boxer in der Ringecke zu behandeln.

  Albin Hänseroth starb am 09.09.2004
Albin HänserothDer Intendant der Kölner Philharmonie, Albin Hänseroth, starb am 09.09.2004 im Alter von 65 Jahren an einem Krebsleiden. Albin Hänseroth, 1939 geboren, übernahm 1988 die Leitung des Gran Teatre del Liceu in Barcelona, dem er zu neuem internationalen Renommee verhalf. 1995 wurde er Intendant der Hamburgischen Staatsoper, die er 1999 vorzeitig verließ, da seine verlangte Finanzplanung für die Hansestadt abgelehnt wurde. Er ging als Intendant zur Kölner Philharmonie, und wurde Geschäftsführer der Köln Musik GmbH und künstlerischer Gesamtleiter der Musik Triennale Köln. In der Kölner Philharmonie sah er einen "Betrieb der Zukunft", wie ihn der schwerfällige Opernbetrieb nicht bieten konnte: „nicht zu groß, aber mit einem wunderbaren Saal und möglichst flexiblem Management".

Persönlich zog er Jazz und Moderne dem traditionellen Repertoire vor, eine Vorliebe, die sich vor allem im Musik Triennale-Festival unter Hänseroths Leitung niederschlug. Das große Publikums-Interesse an "Prometeo" nannte er als beglückendsten Moment des Festivals, dessen Fortsetzung 2007 Hänseroth bereits plante.

  Fritha Goodey starb am 09.09.2004
Fritha GoodeyDie 31-Jährige britische Schauspielerin Fritha Goodey, bekannt aus dem Film «About a Boy» mit Hugh Grant, ist durch Selbstmord am 09.09.2004 in ihrer Wohnung im Londoner Stadtteil Notting Hill tot aufgefunden worden.
Goodey trat in "About a Boy" als eine der verbitterten Ex-Freundinnen von Hauptdarsteller Hugh Grant auf. Die Schauspielerin hatte aber auch führende Rollen am National Theatre in London, wo sie unter anderem in Stücken von Harold Pinter auftrat. Zusammen mit Jude Law hatte sie gerade Aufnahmen zur Neuauflage des Films "Alfie" begonnen.

  Richard Butler starb am 08.09.2004
Richard ButlerDer amerikanische Neonazi Richard Butler starb am 08.09.2004 im Alter von 86 Jahren in Idaho. Butler hatte die "Aryan Nations" gegründet und Rassismus gegen alle Menschen mit nicht weißer Hautfarbe gepredigt und sein Anwesen nahe des Hayden-Sees zum Zentrum von weißen Rassisten und Neonazi-Gruppen genützt.

Laut Butler seien Schwarze und anders farbige minderwertig und den Weißen unterlegen. Juden sah er als Abkömmlinge des Teufels, nur Weiße seien die wahren Kinder Gottes. Seit seinem Dienst in der US-Armee während des zweiten Weltkriegs verehrte er nach eigenen Angaben Adolf Hitler. Mitglieder der Neonazi-Organisation "The Order" (Der Orden), die durch Morde und Raubüberfälle das politische System in den USA umstürzen wollten und laut FBI in fünf US-Bundesstaaten, Oregon, Idaho, Wyoming, Washington und Montana, mittels gewaltsamer Machtübernahme einen "arischen Heimatsstaat" errichten wollten, verübten in den 80er Jahren Bombenanschläge und bewaffnete Raubüberfälle und ermordeten den jüdischen Radio-Moderator Alan Berg. Eine Verbindung zu Butler konnte jedoch nicht nachgewiesen werden. Zum Verhängnis wurde Butler schließlich ein Übergriff seiner Wachen gegen eine Nachbarin. Seine bewaffneten Wachleute hatten ein vorbei fahrendes Auto verfolgt, beschossen und die Fahrerin und ihren Sohn misshandelt. Im folgenden Schadenersatzprozess wurden ihr mehr als sechs Millionen Dollar Entschädigung zugesprochen.

Die "Aryan Nations" verloren das Anwesen, das von einer Menschenrechtsorganisation übernommen wurde. Die Hitler-Bilder und Hakenkreuze sowie die Schilder "Nur für Weiße" wurden abmontiert.


  Frank Thomas starb am 08.09.2004
Frank ThomasEiner der begabtesten und einflussreichsten Trickzeichner, der Schöpfer von "Bambi" und Disneys "Schneewittchen", Frank Thomas, ist mit 92 Jahren an den Folgen eines Gehirnschlages, den er dieses Jahr erlitt, am 08.09.2004 in Kalifornien gestorben. Thomas arbeitete 43 Jahre lang für Disney und schuf zusammen mit seinem Kollegen Ollie Johnston mehrere berühmte Szenen: Bambis Schlittern auf dem Eis; Balu der Bär, der Mogli erzählt, dass er nicht im Dschungel bleiben kann, Pinocchio im Vogelkäfig oder den Klavier spielenden Käpt'n Hook. Außerdem schrieb er vier Bücher.



Gegangen, aber unvergessen...
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