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254 Nachruf-Meldungen seit 1. Mai 2004     © 2004 by nekrolog.info 
  Richard Sainct starb am 29.09.2004
Richard SainctDer französische Motorradpilot Richard Sainct ist am 29.09.2004 verunglückt.

Der 34 Jahre alte KTM-Fahrer war auf der vierten Etappe der Pharaonen-Rallye auf einer sandigen Strecke gestürzt und 80 Meter durch die Luft geschleudert worden. Er verstarb im Spital an inneren Blutungen. Sainct hatte die Motorradwertung der legendären Wüstenrallye Paris-Dakar in den Jahren 1999, 2000 und 2003 gewonnen. Vor allem sein heuriger 2. Platz zeugte von seiner Durchsetzungskraft und seinem Können. Wegen des Sturzes und schwerer Handverletzung prophezeiten die Ärzte ein Aus nach nicht einmal einem Tag. Sainct kämpfte weiter und gewann den 2. Platz.

Der Franzose hinterlässt eine Lebensgefährtin und zwei Kinder.

  Alberto Camenzind starb am 29.09.2004
Alberto CamenzindDer Tessiner Architekt und Architekturprofessor Alberto Camenzind ist am 29.09.2004 in Astano TI im Alter von 90 Jahren verstorben. Der großen Öffentlichkeit bekannt wurde er als Co-Direktor und Chefarchitekt der Expo 64 in Lausanne. Als Mitgestalter entwarf Camenzind für die Expo 64 ein thematisches Programm mit "mehrzelligen Ausstellungszentren", das für eine moderne und weltoffene Schweiz stehen sollte.

1965 wurde Camenzind als Professor an die ETH Zürich berufen, wo er bis zu seiner Emeritierung 1981 wirkte. Während dieser Zeit entwarf Camenzind auch zwei markante Grossbauten in Genf: das Centre International de Conférence CICG und vor allem das Bureau International du Travail BIT, damals der größte Bürokomplex der Schweiz.
Eines der letzten Projekte Camenzinds war das Quartier Maghetti in Lugano.

Bekanntere Objekte waren das "Haus Gmür" in Brissago, 1958 das Gymnasium Bellinzona, das Studio des Radio della Svizzera Italiana (RSI) in Lugano und der Sitz von Alfa Romeo in Agno .


  Antje Weisgerber starb am 29.09.2004
Antje WeisgerberDie Schauspielerin Antje Weisgerber starb 82-jährig nach langer Krankheit am 29.09.2004 in Dortmund.

Die Rollen von Gretchen in Goethes "Faust" und als "Landarzt"-Mutter Olga Mattiesen in der bekannten Fernsehserie "Der Landarzt" machten sie berühmt. Doch nicht nur Goethes wohl berühmteste Mädchenfigur schien ihr wie auf den Leib geschrieben, auch andere Klassiker- Literatur machte sie sich erfolgreich zu eigen. So ging sie 1968 auf Welttournee mit Lessings "Minna von Barnhelm". Viele Jahre spielte Weisgerber an deutschen Bühnen, bevor sie beim Fernsehen eine neue Heimat fand. Daneben stand sie in zahlreichen Kinofilmen wie "Das doppelte Lottchen", "Rittmeister Wronsky" oder "Die Stärkere" vor der Kamera.

1990 wurde sie für ihr Lebenswerk mit dem Filmband in Gold geehrt. Für ihre Rolle der Dona Proeza in Claudels "Seidenen Schuhen" erhielt sie den Hersfeld-Preis der dortigen Festspiele.

  August R. Lang starb am 29.09.2004
August R. LangDer frühere bayerische Staatsminister und CSU-Abgeordnete August R. Lang starb am 29.09.2004 im Alter von 75 Jahren an einem Krebsleiden.

Als CSU-Fraktionschef sowie Innen-, Justiz- und Wirtschaftsminister hatte er in den 70er und 80er Jahren die bayerische Landespolitik mit geprägt. Lang scheute sich nicht, Konflikte mit der Regierung oder Ministerpräsident Franz Josef Strauß (CSU) auszutragen. Er hatte sich immer für das Eigengewicht von Parlament und Regierungsfraktion gegenüber der Staatsregierung eingesetzt. Achtzehn Jahre stellte August R. Lang in München die Weichen für viele entscheidende Entwicklungen in der Oberpfalz - angefangen vom Bau der Autobahn A93 bis zur Fachhochschule Amberg-Weiden, die sein politisches Lebenswerk krönte.

  Heinz Wallberg starb am 29.09.2004
Heinz WallbergHeinz Wallberg, einer der renommiertesten deutschen Dirigenten, ist am 29.09.2004 im Alter von 81 Jahren in Essen gestorben. Wallberg, der 1923 in Westfalen zur Welt kam, war eine international bekannte Größe. Er studierte Musik in Dortmund und Köln, konnte anschließend bei Orchestern in Köln und Darmstadt Praxis erwerben, und dies - sehr ungewöhnlich - nacheinander auf zwei Instrumenten: Als Geiger wie als Solo-Trompeter!

Seine Karriere als Dirigent begann ganz traditionell mit Positionen an kleineren deutschen Theatern in Münster, Trier und Hagen. Schon 1959 leitete er die Wiener Symphoniker, den Wiener Singverein und Solisten der Wiener Staatsoper in einem Festkonzert vor Papst Johannes XXIII. im römischen Petersdom, das von 25 Fernsehsendern in alle Welt übertragen wurde. Er dirigierte in fast allen wichtigen Opernhäusern der Welt und trat in insgesamt 35 Ländern auf. Allein in Wien dirigierte er 450 Vorstellungen, seit ihn Herbert von Karajan 1959 erstmals an die Staatsoper holte. In Essen prägte er fast 20 Jahre lang als Generalmusikdirektor das künstlerische Leben der Stadt. Wallberg war auf etlichen Tourneen und sämtlichen bedeutenden Festivals.

Zu seinem Lebenswerk gehören mehr als 100 Schallplattenaufnahmen, zahlreiche CDs, darunter 16 Opern-Gesamtaufnahmen und an die Hundert Fernsehproduktionen.

  Christl Cranz-Borchers starb am 28.09.2004
Christl Cranz-BorchersDie deutsche Skirennläuferin Christl Cranz-Borchers verstarb am 28.09.2004 in Steibis. Cranz, die am 01.07.1914 in Brüssel geboren wurde, hatte ihre Hochform zwischen 1934 und 1939, in dieser Zeit wurde sie zwölffache Weltmeisterin. Bei den Olympischen Winterspielen 1936 in Garmisch-Partenkirchen siegte sie in der Alpinen Kombination. Neben ihrer Ausbildung zur Sportlehrerin und Philologin stieg Cranz in den 30er Jahren zur prägendsten Figur im alpinen Skirennsport auf und ist bis heute mit zwölf Gold- und drei Silbermedaillen die erfolgreichste Sportlerin in der Geschichte der Alpinen Skiweltmeisterschaften. Der Zweite Weltkrieg beendete ihre Karriere vorzeitig.

1947 gründete sie im Oberallgäu mit ihrem Mann eine Skischule, die sie gemeinsam bis 1987 leiteten. Danach zog sich Cranz weitgehend aus dem öffentlichen Leben zurück. 1991 wurde sie in die Hall of Fame des internationalen Frauensports aufgenommen.

Von Cranz erschienen auch einige Bücher zum Thema Skilauf: "Skilauf für die Frau", "Erprobtes und Erfahrenes", "Christl erzählt!" und "Wir laufen Ski - Skifibel für jedermann".

  Geoffrey Beene starb am 28.09.2004
Geoffrey BeeneDer amerikanische Modedesigner Geoffrey Beene, der durch seinen klassisch-sportlichen Stil bekannt wurde, ist am 28.09.2004 an einer Lungenentzündung in seiner Wohnung in Manhattan verstorben. Er war 77 Jahre alt.

Ursprünglich wollte er Medizin studieren, brach sein Studium jedoch ab und erlernte seine Kenntnisse in Paris, Los Angeles und New York. Bereits in den 60er Jahren gründete er seine eigene Firma und baute diese zu einem Modeimperium aus. Er gewann acht Coty-Awards, die von Modekritikern vergeben werden. 1975 entwarf er das Herrenparfum "Grey Flannel", das ein Jahr später mit dem FIFI Award für den besten Herrenduft ausgezeichnet wurde.

  Anna-Lülja Praun starb am 28.09.2004
Anna-Lülja PraunDie Architektin und Designerin Anna-Lülja Praun ist 28.9.2004 im Alter von 98 Jahren nach langem Leiden in ihrer Wiener Wohnung gestorben. Praun war eine der ersten Frauen, die in Österreich Architektur studierten.

Anna-Lülja Praun wurde am 29. Mai 1906 in St. Petersburg als Tochter einer russischen Ärztin und eines bulgarischen Juristen geboren. Sie wuchs in Sofia auf und studierte in Graz. Ihre Werke, zum Großteil Inneneinrichtungen, stehen für die Verbindung von Wiener Möbeltradition und Moderne, für individuelle Gestaltung und erlesene Verarbeitung. Nach dem Krieg führte sie das Einrichtungshaus "Haus & Garten". Praun schuf exquisite, zeitlose Möbel, Innenräume, Läden und Wohnhäuser. Für die Wiener Architekturszene der 50er Jahre war sie eine wesentliche Mentorin.

Sie erhielt den Preis der Stadt Wien für angewandte Kunst, ihre maßgeschneiderten Möbel wurden durch Ausstellungen in den Galerien Würthle, Sailer und im Museum für Angewandte Kunst auch einer breiteren Öffentlichkeit bekannt. Bis ins hohe Alter aktiv, war ihr Domizil bis zuletzt ein Treffpunkt für Persönlichkeiten aus Ost und West, aus allen Generationen, aus Kunst, Musik, Literatur und Architektur.

  Gerd Krall starb am 27.09.2004
Gerd KrallGerd Krall, Medienberater des Vorstands des Hamburger SV, ist im Alter von 58 Jahren am 27.09.2004 gestorben. Der gebürtige Schwabe war zuvor auch von 2000 bis 2003 Pressesprecher für den Bundesligisten. Sein großes journalistisches Fachwissen war auch in Jahrbüchern des HSV zu finden und in dem Arena Magazin "HSV Live".

Krall war in den 80er und 90er Jahren Sportchef der "Hamburger Morgenpost" und bei der "NDR Hamburg Welle ". Zuletzt verfasste Krall zusammen mit HSV-Kultmasseur Hermann Rieger dessen Abschiedsbuch "In Hamburg sagt man Tschüß!".

  Tim Pauwels starb am 26.09.2004
Tim PauwelsDer 23 jährige Querfahrer Tim Pauwels erlitt am 26.09.2004 in der 2. Runde des internationalen Radquer in Erpe-Mere einen Herzstillstand und konnte nicht mehr reanimiert werden. Der Belgier war der ältere Bruder von Kevin Pauwels, dem aktuellen Espoirs-Weltmeister.

  Helmut Kurz-Goldenstein starb am 26.09.2004
Helmut Kurz-GoldensteinDer Maler, Zeichner, Plakatkünstler und Musiker Helmut Kurz-Goldenstein ist am 26.09.2004 in Wien im Alter von 63 Jahren gestorben. Kurz-Goldenstein wurde am 27.08.1941 in Salzburg geboren und machte von 1957-59 eine Ausbildung zum Glasmaler in der Glasfachschule Kramsach. 1960-1963 war er in verschiedenen Berufen tätig, ehe er 1963-1965 Werkstudent an der Akademie der bildenden Künste in Wien die Meisterklasse für Graphik besuchte. Seit 1965 war er freischaffender bildender Künstler und hatte zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland bestritten.

Als Maler, Zeichner und Grafiker beschäftigte er sich immer wieder mit Literatur und den Veranstaltungen und Publikationen der IG Autorinnen Autoren und des Literaturhauses in Wien. Über viele Jahre gab er den Cover's ein prägendes Aussehen. Er hatte Zeichnungen zu Büchern wie Marie-Thérèse Kerschbaumers "Neun Canti auf die irdische Liebe" im Wieser Verlag ebenso beigesteuert wie zum ersten veröffentlichten Kunst- und Kulturprogramm der Grünen im Jahr 1990. Als Schlagzeuger betätigte er sich 1970-2000 beim Spontan Music Trio. Anfang der 70er Jahre war Helmut Kurz-Goldenstein auch Mitarbeiter des damaligen "Neuen Forum". In den achtziger Jahren war er Präsident des Berufsverbands bildender Künstler Österreichs. Über viele Jahre leitete er kreative Arbeitswochen mit behinderten und nichtbehinderten Kindern in Salzburg und Wien.

Zahlreiche Auszeichnungen zeugten von seinem Erfolg, darunter 1965 der Preis der österreichischen Jugendkulturwoche in Innsbruck und 1970 der Förderungspreis der Theodor Körner-Stiftung.

  Marvin Davis starb am 25.09.2004
Marvin DavisDer US-Öl- und Unterhaltungsmilliardär und frühere Besitzer der Filmstudios 20th Century Fox Marvin Davis ist am 25.09.2004 in seinem Haus in Beverly Hills im Alter von 79 Jahren gestorben. Davis, der mit seinem Vater die Öl- und Erdgasexplorationsfirma Davis Oil Company gründete, erhielt wegen seiner erfolgreichen Öl- und Erdgassuche den Spitznamen "Mr. Wildcatter" (amerikanische Ölsucher die auf eigene Faust Bohrungen vornehmen).

Der am 31. August 1925 in Newark (US-Bundesstaat: New Jersey) geborene Unternehmer kaufte 1981 gemeinsam mit dem Finanzier Marc Rich das Filmstudio 20th Century Fox und übernahm 1984 die 50% vom Rich-Anteil und verkaufte das traditionsreiche Filmstudio dann ein Jahr später an den Medienmogul Rupert Murdoch. Davis hatte nach Schätzungen des Wirtschaftsmagazins "Forbes" ein Vermögen von 4,9 Milliarden Dollar.

Zu den Hinterbliebenen zählen seine langjährige Gattin Barbara, fünf Kinder und 14 Enkel.

  Françoise Sagan starb am 24.09.2004
Françoise SaganDie französische Schriftstellerin Françoise Sagan starb nach kurzer Krankheit am 24.09.2004 an Herzversagen im Alter von 69 Jahren. Gleich ihr erster Roman, "Bonjour Tristesse" (Guten Morgen Traurigkeit), den sie mit nur 18 Jahren veröffentlichte, wurde ein Welterfolg. Darin schilderte sie ein 17-jähriges Mädchen, das in den Ferien zwei Geliebte ihres Vaters austrickst. Der Roman verstieß damals gegen alle Konventionen der französischen katholischen Gesellschaft und löste einen Skandal aus.

Mehrfach übersetzt und verfilmt, machte sie dieses Buch zur Kultfigur ihrer Generation. Später folgten weitere Erfolgsbücher, Theaterstücke und journalistische Arbeiten. Die Werke "Ein gewisses Lächeln", "In einem Monat, in einem Jahr" und "Lieben sie Brahms?" wurden in Hollywood verfilmt. Sagan war aber auch öfter in den Schlagzeilen wegen ihrer Verschwendungssucht, Alkohol- und Drogenexzesse. Wegen Drogenbesitz und Steuerhinterziehung wurde sie zu Haftstrafen verurteilt.

Ihre Memoiren "Mein Blick zurück" kam 2000 auf den deutschen Markt.

  Hermann Götting starb am 20.09.2004
Hermann GöttingDer bekannte Kölner Sammler Hermann Götting ist am 20.09.2004 im Alter von 65 Jahren an den Folgen einer verschleppten Lungenentzündung gestorben. Götting wurde am 29. August 1939 im hessischen Haiger geboren und gehörte mit seinen wallenden Gewändern, den auffallenden Hüten und den allgegenwärtigen Fächern zum Kölner Stadtbild.

Einen Namen machte sich Götting als akribischer Sammler von Gebrauchsgegenständen. Dem Sammler gehörten unter anderem 700 Paar Schuhe und 20 Eingangstüren, darunter zwei Drehtüren, aber auch 3000 Tapetenrollen, 165 Neonanlagen, die gesamte Einrichtung eines Friseursalons oder Kaffeehauses und auch die alte 4711-Schrift vom Kölner Messeturm, die er eigenhändig abschraubte. Die stadtbekannte Erscheinung organisierte mehr als 40 Ausstellungen in zahlreichen Städten, in denen er seine gesammelten Objekte ausstellte.

  Brian Clough starb am 20.09.2004
Brian CloughBrian Clough, der ehemalige Fußball-Trainer und Manager von Nottingham Forest erlag am 20.09.2004 in London im Alter von 69 Jahren einem Krebsleiden.

Der frühere englische Nationalspieler Clough hatte bei mehreren englischen Vereinen gespielt, bevor er als Trainer seine größten Erfolge mit "Nottingham Forest" feierte. Er gewann mit dem Verein 1979 und 1980 den Europapokal der Landesmeister und die Meisterschaft in England. Nottingham hatte die Bestmarke von 42 ungeschlagenen Spielen in Folge aufgestellt, erst ein Vierteljahrhundert später stellte ihr Gegner "Arsenal" diesen ein. Nach 18 Jahren als Teammanager war er 1993 zurückgetreten.

Clough lebte in den vergangenen Jahren nach einer Lebertransplantation sehr zurückgezogen. Clough's Name ist in England so bekannt wie Robin Hood.




Gegangen, aber unvergessen...
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