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254 Nachruf-Meldungen seit 1. Mai 2004     © 2004 by nekrolog.info 
  Umberto Agnelli starb am 27.05.2004
Umberto AgnelliDer Präsident des italienischen Automobilherstellers Fiat, Umberto Agnelli, starb am 27. Mai 2004 im Alter von 69 Jahren in Turin. Erst Anfang des vergangenen Jahres hatte er nach dem Tod seines Bruders Giovanni die Konzernleitung von Fiat übernommen. Nachdem Umberto Agnelli am 11. Mai dieses Jahres nicht auf der Fiat-Aktionärsversammlung erschienen war, wurde in Italien viel über seinen angeschlagenen Gesundheitszustand spekuliert. Nun ist es kein Geheimnis mehr: Agnelli verstarb an Krebs...

Nach dem Tod seines Bruders hatte Umberto Agnelli an der Sanierung für das von Krisen gebeutelte Familienunternehmen gearbeitet und eine neue Führungsgilde in den Vorstand berufen. Danach konzentrierte er die Geschäfte des Konzerns erstmals wieder auf das ursprünliche Unternehmenskonzept – auf die Herstellung und den Vertrieb der Fiat-Automobile. Dadurch konnte die prekäre Finanzlage des Konzerns in den 15 Monaten seines Wirkens deutlich verbessert werden.

Der Turiner Bürgermeister Sergio Chiamparini erklärte: "Umberto Agnelli hat in einem der schwersten Momente des Unternehmens wichtige und richtige Entscheidungen getroffen, die sicherlich den Höhepunkt seiner unternehmerischen Aktivitäten darstellen."

Mit Umberto Agnelli, dem letzten männlichen Träger des Namens Agnelli, geht nun auch eine renommierte Familiendynastie in Italien zu Ende. Durch seinen Tod rückt jetzt der 28jährige Enkel seines Bruders Giovanni, John Philip Elkann, an die Konzernspitze, welcher sich bereits seit 1998 im Aufsichtsrat von Fiat auf seine neuen Aufgaben vorbereitete...

  Lilly Stepanek starb am 24.05.2004
Lilly StepanekDie österreichische Kammerschauspielerin Lilly Stepanek verstarb am 24. Mai 2004 nach schwerer Krankheit im Alter von 91 Jahren in Baden bei Wien. Die am 18. Juli 1912 in Wien geborene Schauspielerin und Autorin war rund 50 Jahre lang aktives Mitglied im Burgtheater.

Ihr Bühnendebüt gab Lilly Stepanek 1932 in Lessings Emilia Galotti. Ab 1936 holte sie Werner Krauss ans Burgtheater in Wien, wo sie bis 1987 über 100 Rollen in klassischen und mordernen Stücken spielte. Neben so bekannten Stücken wie "Die Katze auf dem heißen Blechdach", spielte sie am liebsten komische Rollen wie Wirtinnen und Hausmeisterinnen in Nestroy-Stücken.

Zwischen 1938 und 1945 hatte die Schauspielerin als Tochter einer jüdischen Mutter Auftrittsverbot. In dieser Zeit konzentrierte sie sich vermehrt aufs Schreiben. Sie verfasste eine Reihe von Lustspielen, "Die geliebten Frauen" wurden - unter dem Namen ihres Mannes, des Schauspielers und Regisseurs Heribert Just - in Bremen aufgeführt. Ihr letztes literarisches Werk, "Suleika" (1960), widmete Stepanek der Beziehung von Goethe zu Marianne von Willemer, über die sie intensive Recherchen betrieben hatte.

Jahrelang war Stepanek ab 1957 parallel zum Burgtheater auch fest an der Volksoper engagiert. In einigen wenigen Filmen war Lilly Stepanek ebenfalls zu sehen, z.B. in "Der Wallnerbub" (1950) oder als Gattin des Johann Strauß Vaters in "Wiener Walzer" (1951). 1992 wurde Lilly Stepanek dem Großen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich und mit dem "Österreichischen Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst" ausgezeichnet...

  Adele Leigh starb am 23.05.2004
Adele LeighDie britische Opernsängerin und Operettendiva Adele Leigh starb am 23. Mai 2004 im Alter von 75 Jahren in London. Die Sängerin, die mit dem ehemaligen österreichischen Botschafter in London, Kurt Enderl, ver- heiratet war, feierte ab 1963 etwa zehn Jahre lang auch an der Volksoper in Wien große Erfolge, war aber auch im Showbusiness recht aktiv.

Zu ihrem bevorzugten Repertoire gehörten u.a. die Sophie im "Rosenkavalier" und Marzelline in "Fidelio". Sie sang in "Eine Nacht in Venedig", "Der Graf von Luxemburg" und in der "Frühjahrsparade" von Robert Stolz, der die engagierte Sängerin sehr verehrte. Zu ihren wichtigen Partien zählten ferner "Rosalinde", "Die Lustige Witwe", "Die Csardasfürstin" und "Gräfin Mariza".

In den vergangenen 15 Jahren unterrichtete Adele Leigh am Royal College of Music in Man-chester und engagierte sich in der Förderung von Nachwuchstalenten.

  Richard Biggs starb am 22.05.2004
Richard BiggsDer Darsteller des "Dr. Stephen Franklin" aus der TV-Serie "Babylon 5", Richard Biggs, vestarb im Alter von 43 Jahren am 22. Mai 2004. Nach Aussage des Babylon-5-Produzenten Joe Straczynski sei Biggs am Morgen ganz normal aufgestanden, dann aber auf dem Weg zum Bad zusammengebrochen. Der herbeigerufene Rettungsdienst konnte nur noch seinen Tod nach einem schweren Schlaganfall feststellen. Der sympa-thische Schauspieler, der neben zahlreichen Film- und Fernsehserien auch auf der Bühne Karriere machte, hinterlässt eine Frau und zwei Kinder.

Unter anderem sah man ihn in Marcus Hunter's "Zeit der Sehnsucht", in den Serien "Twilight Zone", "Crusade", "Crossing Jordan", "Emergency Room", "NYPD Blue" und "Tremors" sowie in dem Kinofilm "Ablaze".

  Carl Raddatz starb am 19.05.2004
Carl RaddatzEiner der bekanntesten Schauspieler der Nachkriegszeit ist gestorben: Der Darsteller des "Hauptmann von Köpenick", Carl Raddatz, starb im Alter von 92 Jahren am 19. Mai 2004 in Berlin. Seine Stimme, die er als deutscher Synchronsprecher für die großen Hollywood-Stars wie Humph-rey Bogart, Robert Taylor, Burt Lancaster oder Kirk Douglas auslieh, kennt jeder Kinogänger.

Raddatz wurde am 13. März 1912 in Mannheim geboren, doch Berlin war stets seine eigentliche Lebensdomain und hier wurde er auch als Schauspieler mit der "Berliner Schnauze" bekannnt. Zum Film verhalf ihm 1931 der Schauspieler Willy Birgel, der – wie Carl Raddatz selbst – auch in der NS-Zeit ein viel gefragter Schauspieler war. In der Blütezeit der Ufa-Filmproduktionen (1937 bis 1945) spielte Raddatz in zahlreichen Filmen die Hauptrolle, darunter in "Wunschkonzert" – ein reines Propagandaspektakel für die Deutsche Wehrmacht, mit Raddatz und Ilse Werner in den Hauptrollen – und im Fliegerfilm "Stukas".

Nach dem Krieg hatte Carl Raddatz zunächst beruflich als früheres "Propagandawerkzeug der Nazis" zu leiden, dann folgten dennoch erste Rollenangebote. Raddatz, der über sich selbst sagt, immer nur Künstler und nie Nazi gewesen zu sein, ging zunächst zur Bühne zurück und feierte dort große Erfolge. An den Staatlichen Schauspielbühnen Berlins war er von Ende der 50er bis in die 70er Jahre neben Bernhard Minetti, Berta Drews und Martin Held einer der ganz großen und gefragten Schauspieler ("Des Teufels General", "Warten auf Godot", "Fast ein Poet"). Im Fernsehen sah man Raddatz unter anderem als Konsul in der Thomas Mann Verfilmung von "Die Buddenbrooks".

  Melvin Lasky starb am 19.05.2004
Melvin Lasky"Nichts ist so lästig, wie wenn Menschen um einen herum guter Laune sind", war ein beliebter Spruch des US-Publizisten Melvin Lasky, der nun am 19. Mai 2004 im Alter von 84 Jahren in seiner Wahlheimatstadt Berlin verstarb.

Melvin J. Lasky galt als d e r Protagonist in der intellektuellen Auseinandersetzung mit dem Kommunismus schlechthin. Bekannt wurde er als Herausgeber der politisch-kulturellen Zeitschrift "Der Monat", die er kurz nach dem Krieg gegründet hatte. 1947 erregte Lasky mit einer Rede auf dem ersten deutschen Schriftstellerkongress im Berliner Hebbel-Theater Aufsehen, wo er stimmgewaltig "Zweifel am Demokratieverständnis der Sowjets" äußerte. Für eine treue Schar intellektueller Anhänger wurde er für seine bis ins hohe Alter kritische Einstellung zur Handhabung der Macht und Politik zur Kultfigur. So war er auch häufig Gast in in Werner Höfers TV-Journalistenrunde "Internationaler Frühschoppen".


Lasky war mit der Schriftstellerin Helga Hegewisch ("Die Windsbraut", "Die Totenwäscherin") verheiratet, in deren letzten Roman man lesen kann: "Das Geheimnis der Liebe ist größer als das Geheimnis des Todes..."


  Elvin Ray Jones starb am 18.05.2004
Elvin Ray JonesDer Jazz-Musiker Elvin Ray Jones, der als Schlagzeuger des John Coltrane Quartett weltbekannt wurde und mit Größen wie Duke Ellington, Charlie Parker und Miles Davis gespielt hatte, starb am 18. Mai 2004 im Alter von 76 Jahren. Nach langer Krankheit erlag Jones einem Herzschlag.

"Er hat lange gegen seine Krankheit angekämpft, doch nun hat das Leiden ein Ende", sagte seine Ehefrau und Managerin Keiko. Noch wenige Wochen vor seinem Tod hatte Elvin Ray Jones noch einen Auftritt. Da spielte er vor einmem begeisterten Publikum mit einer Atemmaske und einem Sauer-stofftank neben dem Schlagzeug...

  Francesco Caroli starb am 18.05.2004
Francesco CaroliDer berühmteste "Weißclown der Welt", Francesco Caroli, verstarb am 18. Mai 2004 im Alter von 81 Jahren in seinem französischen Heimatort Chalons sur Marne. Caroli feierte, wie seine (verstorbenen) Brüder Ernesto und Enrico, als Star in der Manege Riesenerfolge und trat mit meist mehrjährigen Langzeitverträgen in allen bekannten Zirkusarenen Europas auf. So wurde er im Zirkus "d'Hivere" (Frankreich) ebenso gefeiert, wie im Schweizer Zirkus "Knie", im deutschen Zirkus "Krone", "Sarrasani" oder im "Circus Roncalli", wo er in den 12 letzten Jahren bis zum Herbst 2002 fest engagiert war.

Caroli war mit Charlie Chaplin befreundet, "dessen Töchter ich alle aufs Pferd gesetzt habe". In einigen bekannten Zirkusfilmen wirkte er an der Seite von Gina Lollobrigida und Burt Lancaster mit. An seinem 80. Geburtstag, am 28. September 2002, verabschiedete sich Francesco Caroli mit einem großen Galaabend von seinem Publikum und der Manege, die er 60 Jahre lang als Meister der Komik beherrscht hatte.

  Tony Randall starb am 17.05.2004
Tony RandallDer US-Schauspieler, Komiker und Fernsehstar Tony Randall verstarb nach langer Krankheit im Alter von 84 Jahren am 17. Mai 2004 in einer New Yorker Universitätsklinik. Randall hinterlässt eine 50 Jahre jüngere Ehefrau und zwei Kinder im Alter von fünf und sieben Jahren – mit 77 Jahren war Tony Randall erstmals Vater geworden.

Man sah den beliebten US-Star in mehr als 50 Hollywoodstreifen, u.a. in der Serie "Männerwirtschaft", die in den 70er Jahren weltweit ausgestrahlt wurde (Emmy für die Rolle des Fotografen Felix Unger). Zuvor hatte sich Randall als die Figur des "besten Freundes" in zahlreichen Rock-Hudson-und-Doris-Day-Komödien bewährt, darunter "Bettgeflüster" (1959) und "Lover Come Back" (1961).

In der Late Night Show von TV-Moderator David Letterman trat Tony Randall 70 Mal auf (!) und brillierte als schrulliger Richter in der eigenen "Tony-Randall-Show. Randall engagierte sich auch tatkräftig gegen die Apartheid und sammelte Geld für die Aids-Hilfe.


  Oskar Koller starb am 16.05.2004
Oskar KollerDer bekannte Nürnberger Maler und Grafiker Oskar Koller starb im Alter von 78 Jahren am 16. Mai 2004 in einem Krankenhaus in Fürth. Koller war vor allem durch seine außergewöhnliche Aquarell-Malerei bekannt, in welchen er meist die schöne schöne und liebenswerte Seite des Lebens festhielt.

Inspirationen zu seinen Arbeiten holte er sich auf vielen Reisen rund um den Globus, aber auch auf seinen Wanderungen durch die fränkische Heimat. Seine lichterfüllten und farbenfrohen Aquarelle erinnern an die Kunst Emil Noldes und August Mackes. Für sein Werk wurde er unter anderem mit dem Friedrich-Baur-Preis der Bayerischen Akademie der Schönen Künste und mit dem Sennefelder-Preis der gleichnamigen Stiftung ausgezeichnet.

  Marika Rökk starb am 16.05.2004
Marika RökkDie Schauspielerin und Operettensängerin Marika Rökk starb im beacht-lichen Alter von 91 Jahren am 16. Mai 2004 in Baden bei Wien an einem Herzversagen.

Die bekannte Diva wurde am 3. November 1913 als Tochter ungarischer Eltern in Kairo geboren und verbrachte ihre Kindheit in Budapest. Schon als Zwölfjährige wirbelte sie im "Moulin Rouge" über die Bühne, mit fünfzehn am Broadway, wo man sie als "Königin der Pirouette" feierte; 1929 folgen Revuen in Hamburg, Monte Carlo, Cannes, London und im "Wintergarten" in Berlin. Dann folgte ab 1930 ihre große Zeit als Schauspielerin, wo sie in England mit ihrer steilen Karriere begann...
zum Nekrolog:  Königin der Herzen

  Tatsuya Mihashi starb am 15.05.2004
Tatsuya Mihashi Der japanische Schauspieler Tatsuya Mihashi starb am 15. Mai 2004 nach einem schweren Herzanfall im Alter von 80 Jahren. Der japanische Leinwandstar hatte in knapp 70 Filmen mitgespielt, in zahlreichen als Hauptdarsteller oder in wichtigen Nebenrollen. Kriegsfilm-Fans werden ihn aus "Tora, Tora, Tora" kennen. Im vergangenen Jahr spielte er noch in dem Action-Thriller "Casshern" mit, der 2004 in die Kinos kam.

Für seine Rollen in "The Thin Line" und "Not Forgotten" (2000) wurde er als bester Schauspieler ausgezeichnet..

  Marius Constant starb am 15.05.2004
Marius ConstantMarius Constant, der französische Komponist und Dirigent und langjähriger Mitarbeiter des Choreografen Roland Petit starb am 15. Mai 2004 im Alter von 79 Jahren bei Paris.

Der aus Rumänien stammende Constant gründete 1963 "Ars Nova" – eines der wichtigsten Instrumental-Ensembles für zeitgenössische Musik in dieser Zeit und leitete den Klassik-Sender France Musiques. Von 1973 bis 1978 leitete er als Musik-Direktor die Pariser Oper.

Für Roland Petit schrieb Constant, der mit einer ebenfalls aus Rumänien stammenden Tänzerin verheiratet war, Ballett-Musiken wie "Contrepointe" (1957), "Cyrano de Bergerac" (1959) oder "Paradis perdu" (1966)...

  Bruno Baiano starb am 15.05.2004
Bruno BaianoIm Alter von nur achtzehn Jahren ist der Mittelfeldspieler Bruno Baiano vom portugiesischen Rekordmeister Benfica Lissabon am 15. Mai 2004 in einem Krankenhaus in Lissabon verstorben. Am Dienstag hatte Baiano in einem Lokal – später noch einmal im Krankenhaus – einen Herzstillstand erlitten. Danach fiel der Jungprofi ins Koma, aus dem er nicht mehr erwachte.

Für Benfica Lissabon ist dies bereits der zweite tragische Todesfall innerhalb der letzten vier Monate. Am 25.Januar diesen Jahres war der ungarische Nationalspieler Miklos Feher während eines Meisterschaftsspiels von Benfica ebenfalls mit einem Herzstillstand zusammengebrochen und noch auf dem Spielfeld gestorben... (siehe Bericht auf unserer Haupseite).
zum Nekrolog:  Miklos Feher - Tod auf dem Rasen...

  Anna Lee starb am 14.05.2004
Anna LeeDie charmante US-Schauspielerin und Seriendarstellerin Anna Lee ("Mannix", "77 Sunset Strip", "Die Straßen von San Francisco") verstarb im Alter von 91 Jahren am 14. Mai 2004. Anna Lee war die Mutter der US-Schauspieler Jeffery Byron und Venitia Stevenson. Bis 2003 spielte die alte Dame hie und da noch in Serien mit, wie u.a. in "General Hospital".

Bereits zu Beginn der 30er Jahre siedelte die gebürtige Britin in die USA und war dort einige Jahrzehnte sehr erfolgreich. Allein in 8 Henry Ford-Filmen spielte sie tragende Rollen...



Gegangen, aber unvergessen...
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