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254 Nachruf-Meldungen seit 1. Mai 2004     © 2004 by nekrolog.info 
  Karl Rossberg starb am 11.06.2004
Karl RossbergIm Alter von nur 52 Jahren verstarb der Spielzeughersteller Karl Rossberg am 11.6. nach schwerer Krankheit.

Er war einer der bedeutendsten europäischen Hersteller von Holzspielzeug. Nach dem Studium war er 1975 in die bestehende Firma seines Urgroßvaters Hermann Rossberg eingetreten. Nach Aufenthalten in den USA und Kanada übernahm er den Ausbau des Exports und verdoppelte ihn fast. 1996 übernahm er 100% der Geschäftsanteile und wurde Alleingesellschafter. Während der 30 Jahre von Karl Rossbergs Einsatz und Führung wuchs der Unternehmensumsatz rasant an. Er setzte sich für effektives Marketing, Produktinnovationen und Investitionen in moderne Fertigungsanlagen ein und sorgte sich um den Umweltschutz. 1997 kaufte er eine Fläche von 16.000 m² in Lohberg-Neuschrenkenthal und errichtete auf diesem Areal ein Lager-, Kommissions- und Versandzentrum. Zur Sicherung des Unternehmens und des Firmensitzes leitete er im vergangenen Jahr seine Nachfolgeregelung für das Unternehmen ein.

Karl Rossberg hinterlässt seine Frau Gundula und zwei erwachsene Töchter.

  Jens Hagen starb am 11.06.2004
Jens HagenDer am 12.03.1944 in Steinhöring geborene Schriftsteller Jens Hagen ist tot. Hagen erlag am 11.06.2004 im Alter von 60 Jahren einer langen und schweren Krankheit.

Der Autor wurde vor allem durch seine Hörspiele, Krimis und Satiren bekannt. Jens Hagen wuchs in Dinslaken (Niederrhein) auf, begann mit 16 Jahren für Zeitungen zu schreiben und studierte nach dem Abitur Anfangs Theaterwissenschaft, Philosophie und Germanistik, wandte sich dann allerdings dem Journalismus zu. Ende der 60er Jahre machte er sich als Lokal-, Gerichts- und Polizeireporter im Rheinland einen Namen. Der Durchbruch als Schriftsteller gelang ihm 1973 als Mitautor von Günter Wallraffs Reportage "Was wollt ihr denn, ihr lebt ja noch". Aufsehen erregte auch seine Satire "Der Tag, an dem Oma wegen Beleidigung der Nationalmannschaft verhaftet wurde". Hagen schrieb über zwanzig Hörspiele für den WDR, darunter auch die mehrfach ausgezeichnete Hörspielreihe um den Ganoven "Brunx". Sein Hörspiel "Total real" wurde 1990 von der Akademie der darstellenden Künste zum "Hörspiel des Monats" gewählt. Für das Fernsehen schrieb er zahlreiche journalistische Beiträge und unter anderem die Serienepisode VINCENT- Drei grüne Affen.

Sein letztes Buch " Mach mal bitte Platz, wir müssen hier stürmen" erschien 2000.

  Ray Charles starb am 10.06.2004
Ray Charles"Wenn es Gott gefallen sollte, mich demnächst aus dem Spiel zu nehmen", bekannte der weltbekannte Sänger Ray Charles unlängst, "dann bin ich damit einverstanden..." – Das ist nun eingetreten: Der grandiose "Hohepriester des Soul" und passionierte Schachspieler Ray Charles starb am 10.06.2004 in seinem Haus in Beverly Hills an einer Leberer-krankung...

Ray Charles Robinson (sein bürgerlicher Name) erblindete bereits im Alter von sechs Jahren am "Grünen Star" und besuchte daher eine Blinden- und Gehörlosenschule, wo er auch seine Liebe zur Musik entdeckte. Nach dem Tod seiner Mutter tingelte er einige Zeit durch die USA, bis er 1948 in Seattle landete. Dort gründete er eine Band mit McGee und dem Bassisten Milton Garred, das "McSon Trio", das sich schnell einen guten Namen machte. Die Gruppe wurden von der Plattenfirma Atlantic entdeckt und veröffentlichte mehrere Singles, darunter "Confession Blues".

Ray Charles' erster Erfolgshit, beeinflusst durch Jazz und die Gospelmusik, wurde " Mess Around". Den Durchbruch schaffte er 1954 mit Donald Wilkerson am Tenor- und David "Fathead" Newman am Baritonsaxophon mit "I've Got A Woman". Diese Gospelmusik, früher nur in der Kirche zu hören, gemischt mit Jazz, war etwas Einzigartiges in der Musikbranche... Nekrolog lesen...

  Martin Neuffer starb am 09.06.2004
Martin NeufferDer frühere NDR-Intendant Martin Neuffer verstarb am 9. Juni 2004 kurz vor der Vollendung des 80. Lebensjahrs. Der jetzige Intendant Jobst Plog würdigte das 18jährige Wirken Neuffers für den NDR mit den Worten: "Er hat sich mit großem persönlichen Mut und Engagement für die Unab- hängigkeit des NDR eingesetzt und maßgeblich zum Erhalt der damaligen Drei-Länder-Anstalt beigetragen, der durch heftige politische Konflikte gefährdet war. Seinen aufrechten Gang während dieser großen Krise werden wir nicht vergessen..."

Martin Neuffer, am 18. Juni 1924 in Heidelberg geboren, studierte Rechtswissenschaften in Bonn. 1960 wurde er Personaldezernent, 1963 Oberstadtdirektor in Hannover. Von 1962 bis 1974 gehörte Neuffer dem NDR Verwaltungsrat an, am 8. März 1974 wurde er dann für sechs Jahre zum Intendanten gewählt.

  Archie Smith starb am 08.06.2004
Archie SmithDer in Denver, USA, geborene Schauspieler Archie Smith starb am 8. Juni 2004 im Alter 86 Jahren. Bis ins hohe Alter hinein war Archie Smith Mitglied der Denver Regional Theater Company und wirkte in zahlreichen US-Filmen mit. Zu seinen letzten Arbeiten gehörten u.a. "Asteroid", "Das Leben nach dem Tod in Denver" (1995) und der Thriller "Dee Snider’s Strangeland" (1998).

  Ronald Reagan starb am 05.06.2004
Ronald ReaganDer 40. Präsident der Vereinigten Staaten und ehemalige Filmschauspieler Ronald Wilson Reagan, geboren am 06.02.1911 in Illinois, verstarb am 05.06.2004 in Bel Air, Kalifornien an einer Lungenentzündung. Mit ihm verstarb einer der großen Persönlichkeiten der US-Politik. In seinen letzten Lebensjahren lebte Reagan zurückgezogen und als Pflegefall (Altzheimer)..

1932 schloss Ronald Reagan das Studium in Ökonomie und Soziologie ab. Er arbeitete in den 30er Jahren für das Radio und dokumentierte Baseballspiele an Hand von Tickermeldungen. Nach seiner Schauspiel-ausbildung ging er zum Film und wirkte in etwa 50 Filmen mit.

1962 wurde Reagan Mitglied der Republikanischen Partei und schon vier Jahre später Gou-verneur von Kalifornien. Er unterstützte mit seiner Politik die kalifornische Wirtschaft und schaffte nicht nur beachtliche Gewinne in seiner Amtszeit sondern glich auch den Haushaltsetat Kaliforniens aus. 1970 wurde er erneut gewählt. Zehn Jahre später stellte er sich dann als Präsidentschaftskanditat zur Verfügung und mit Unterstützung seiner Freunde John Wayne, Frank Sinatra und Dean Martin wurde er am 20.01.1981 vereidigt.

Sein Vizepräsident, George W. Bush, übernahm 1998 sein Amt und sollte es in seinem Sinn weiterführen. Reagan hinterlässt mit seinem Tod seine Frau Nancy und 3 Kinder. Nekrolog lesen...

  Steve Lacy starb am 05.06.2004
Steve LacyDie Jazz-Legende Steve Lacy mit dem bürgerlichen Namen Steven Norman Lackritz erlag am 5. Juni 2004 im Alter von 69 Jahren in seiner Heimat- stadt Boston, USA, einem Krebsleiden.

Der weltbekannte Saxofonist war über die Klarinette zum Saxofon ge-kommen und fand damit bereits in den 50er Jahren revolutionierende Ausdrucksformen und Klangwelten – niemand in der Jazzgeschichte hat die Möglichkeiten des Sopransaxofons wohl so radikal, perfekt und extensiv ausgereizt wie Steve Lacy. Er spielte bei Gil Evans, mit Jimmy Giuffre, neben Miles Davis und kurzzeitig mit Thelonius Monk, dessen Werk er fortan mit seinem Ensemble jahrzehntelang ausforschte, bearbeitete, interpretierte.

236 Alben tragen Steve Lacy's Namen, davon allein 20 unbegleitete Soloaufnahmen bzw. Duo-Einspielungen mit dem Pianisten Mal Waldron.

  Antonio de Teffe starb am 04.06.2004
Antonio de TeffeDer in Rom geborene brasilianische Schauspieler Antonio de Teffe erlag 4. Juni 2004 einem längeren Krebsleiden. Der Schauspieler, der in der Zeit der Italo-Western bekannt wurde ("Django der Bastard", "Sodom and Go-morrah", "Viva Sabata" – insgesamt wirkte er in mehr als 60 Filmen mit)starb im Alter von 74 Jahren.

In Deutschland sah man ihn neben Joachim Fuchsberger und Karin Dor in der Rolle des "Falkenauge" in der deutschen Reinl-Produktion "Der letzte Mohikaner", wo er unter dem Pseudonym Anthony Steffen spielte...

  Nino Manfredi starb am 04.06.2004
Nino ManfrediEiner der großen Stars der italienischen Filmwelt, Nino Manfredi, verstarb am 4. Juni 2004 nach längerer schwerer Krankheit in einem römischen Krankenhaus.

Nino Manfredi wirkte in mehr als 100 Filmen mit und war in zahlreichen Bühnenstücken in tragenden Rollen u.a. gemeinsam mit seinen Freunden Marcello Mastroianni, Alberto Sordi und Vittorio Gassman. Seine größten Filmerfolge feierte Nino Manfredi in den 50er und 60er Jahren, hauptsächlich in Komödienrollen, die ihn auch international bekannt machten ("Die Leiche ist im falschen Koffer", "Diebe sind auch Menschen").

Filmgeschichte machte vor allem Scolas Streifen "Wir hatten uns so geliebt" (1974), in dem Manfredi zusammen mit Vittorio Gassmann und Federico Fellini zu sehen ist. Manfredi hatte im letzten Juli einen schweren Schlaganfall und sich davon nicht mehr erholt. Er starb im Alter von 83 Jahren...

  Rolf Moebius starb am 04.06.2004
Rolf MoebiusDer UFA-Schauspieler Rolf Moebius starb am 4. Mai 2004 im Alter von 88 Jahren an einer Lungenentzündung in Berlin.

Rolf Moebius gehörte zum Aufgebot der letzten großen UFA-Filmschau- spieler (ab1936) und spielte dort u. a. auch unter der Regie von Fritz Lang. In " Spiel im Sommerwind" (1939) hatte er seine erste tragende Rolle. Bis 1945 sah man ihn dann in acht weiteren Filmen und auf allen großen Theaterbühnen in Berlin, wo er auch nach dem Krieg bis in die 80er Jahre große Erfolge feierte.

In zahlreichen Filmen sah man Rolf Moebius auch nach dem Krieg, wie in "U47 - Kapitän- leutnant Prien" (1958), "Aus dem Tagebuch eines Frauenarztes" (1959), "Die tausend Augen des Dr. Mabuse" (1960) oder 1965 an der Seite von Gustav Knuth in "Heidi". Danach stand Rolf Moebius nur noch selten vor der Kamera. Zu seinen letzten Arbeiten gehörte der von Eberhard Itzenplitz gedrehte Film "Die neuen Leiden des jungen W." (1976). Danach war er noch bis 1990 recht aktiv als Theaterschauspieler tätig.

Bis zu seinem überraschenden Tod lebte der am 27. Juli 1915 in Riesa (Sachsen) geborene Rolf Moebius mit seiner Lebensgefährtin Carin Noack in Berlin.

  Harold Goodwin starb am 03.06.2004
Harold GoodwinIm Alter von 86 Jahren starb am 3. Juni 2004 der US-Schauspieler Harold Goodwin. Goodwin wirkte in mehr als 100 Kino- und TV-Filmen mit. In seinen rund 65 Berufsjahren sah man ihn als Jugendlichen, ebenso wie später als alten Herrn. Zu seinen ersten Filmen zählte unter anderem Lämmles Verfilmung des Romans von Erich Maria Remarque "Im Westen nichts Neues" (1939), wo er 13jährig einen jungen Soldaten in Ersten Weltkrieg spielte.

"Im Westen nichts Neues" prägte als erster Anti-Kriegsfilm dieses Genres die Filmwelt und wurde nach der Premiere in New York 23 Wochen lang 5 mal täglich in den Kionos gezeigt. Die deutsche Fassung wurde 6 Tage nach ihrer Uraufführung durch die Einflussnahme der Nationalsozialisten verboten.

Harold Goodwin sah man ferner in den Kionohits "Die Brücke am Kwai", "Ladykillers" (1955), in Christopher Lee's "Die Mumie", in "Das Phantom der Oper" und neben James Sterwart in dem Western "Die Uhr ist abgelaufen" (1957).

  Frances Shand Kydd starb am 03.06.2004
Frances Shand KyddDie Mutter von Prinzessin Diana Spencer, Frances Shand Kydd, starb 68-jährig nach langer Krankheit am 3. Juni 2004 in ihrem Haus auf der Insel Seil.

Das Verhältnis der jetzt Verstorbenen zu ihrer Tochter Diana war zu deren Lebzeiten oft getrübt. In den letzten vier Monaten ihres Lebens sprach Diana kein einziges Wort mit ihrer Mutter. "Die Briefe", so Shand Kydd, "die ich damals an Diana schickte, kamen alle ungeöffnet zurück..." Prinzessin Diana selbst konnte es nie verwinden, dass ihre Mutter sie im Alter von 6 Jahren einem anderen Mann zu liebe verlassen hatte, was sie in einem Gespräch mit ihrem Biographen Andrew Morton rückblickend als "den grössten Bruch" in ihrer Kindheit ansah.

Dianas Sohn, der Enkel der Verstorbenen, Prinz William, erklärte, dass er und sein Bruder Harry "sehr traurig" über den Tod der Grossmutter seien. Prinz Charles kommentierte den Tod seiner früheren Schwiegermutter mit den Worten, dass sie "schmerzlich vermisst" werde. Königin Elizabeth II. schickte nach Angaben des Buckingham-Palasts ein privates Beileidsschreiben an Earl Spencer...

  Dom Moraes starb am 02.06.2004
Dom MoraesEiner der bekanntesten indischen Autoren, der Schriftsteller, Journalist und Poet Dom Moraes erlag am 2. Juni 2004 im Alter von 66 Jahren in Neu-Delhi einem Herzanfall.

Moraes, der keine indische Sprache beherrschte sondern seine Werke ausschließlich in Englisch verfasste, veröffentlichte rund 30 Bücher – drei davon allein im vergangenen Jahr, welches er an seinem 65. Geburtstag als eines seiner fruchtbarsten und kreativsten Jahre bezeichnete. Sein erster Gedichtband "A Beginning" erschien 1958 bei Parton (London) und brachte ihm als ersten Ausländer den englischen Hawthornden Prizeein.

Dom Moraes, ein früher Biograph Indira Gandhis, wurde 1938 in einem rein Englisch sprechenden Elternhaus in Bombay geboren. Er führte ein recht bewegtes Leben, ließ kaum etwas aus ("Es gab auch Zeiten, da habe ich nicht getrunken – und was meine zahlreichen Affären angeht: es gab sie nur deshalb, weil ich meine Frauen alle überlebte...") und war bis zu seinem unerwarteten Tod von einem unermüdlichen Schaffensgeist beseelt.

  Rainer Hölzl starb am 01.06.2004
Rainer HölzlIn der Nacht zum 1. Juni 2004 starb der bekannte ORF-Reporter Rainer Hölzl. Der aus Kitzbühl stammende erst 41-jährige Hölzl verstarb nach kurzer schwerer Krankheit in einer Innsbrucker Klinik.

Katastrophen, Unglücke, Abenteuer – diese Domain der TV-Reportage beherrschte Rainer Hölzl souverain, ohne dabei die Menschlichkeit und die Würde der Menschen hinter den Ereignissen aus den Augen zu verlieren. "Er war routiniert, aber nie abgebrüht, der Zynismus vieler Berufskollegen war ihm fremd. Stets war ihm das Schicksal hinter der Story wichtiger als der Skandal", würdigte die Tiroler Tageszeitung die Arbeit des Journa-listen. "Hölzl hatte nicht nur einen Riecher für heiße Geschichten, sondern auch das G’spür, wann Mikro und Kamera auszuschalten sind. Sein Tod hinterlässt eine große Lücke..."

  Ramona Jordan starb am 29.05.2004
Ramona JordanDie derzeit älteste Frau der Welt, Ramona Trinidad Iglesias Jordan, starb am 29. Mai 2004 im Alter von 114 Jahren auf der Karibikinsel Puerto Rico an den Folgen einer Lungenentzündung. In der im April erschienenen Ausgabe vom "Guinness-Buch der Rekorde" (dessen Herausgeber Norris McWhirter ebenfalls in diesem Jahr verstarb) war Ramona Jordan noch zur neuen Rekordhalterin erklärt worden.

Die kinderlose alte Dame, die im Jahr 1889 geboren wurde, begründete ihr hohes Alter mit ihrer liebgewonnen Angewohnheit "zum Essen immer ein kleines Bierchen zu trinken". Mit ihrem Tod rückt nun die Niederländerin Hendrikje van Andel-Schipper an die Spitze der weltältesten Frauen. Sie wird am 29. Juni 2004 ebenfalls 114 Jahre alt. Ihr Trick um so alt zu werden: "Immer weiter atmen"...



Gegangen, aber unvergessen...
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