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254 Nachruf-Meldungen seit 1. Mai
2004 © 2004
by nekrolog.info
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| Naomi Shemer
starb am 26.06.2004 |
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Die "First Lady des israelischen Liedes", Naomi Shemer, eine produktive Liedermacherin und Komponistin, starb am 26.06.2004. Sie schrieb zahlreiche Lieder, von denen viele populäre Hits wurden, sie komponierte bekannte Kinderlieder und vertonte Gedichte, darunter Werke von Rachel und Natan Alterman.
Naomi Shemer wurde in Kwutzat Kinneret geboren und reflektierte die Liebe zu ihrem Land in ihren Liedern. Als Kind erhielt sie Klavierstunden, später studierte sie in Jerusalem Musik. Da es kaum Lieder für Kindergartenkinder gab, entschloss sie sich, einige hebräische Kinderlieder über das Kibbutzleben zu schreiben, die 1958 auf einer Schallplatte erschienen. 1967 schrieb Naomi "Jerusalem aus Gold" für das Israel Song Festival und nahm zwar nicht am Wettbewerb teil, wurde aber auf der Stelle populär damit. Ein Teil des Erfolges beruhte darauf, dass das Festival kurz vor dem Sechs Tage Krieg und der Wiedervereinigung Jerusalems stattfand, und das Lied so etwas wie eine nationale Bedeutung erhielt. Das Lied war plötzlich eine zweite Nationalhymne. Nach dem Krieg schrieb Shemer eine vierte Strophe, um die Befreiung der Altstadt und die Öffnung des Weges nach Jericho zu feiern. „Jeruschalaim schel zahav" wurde in vielen Sprachen übersetzt und ist ein internationales Statement zur Befreiung Jerusalems.
Viele ihrer Werke wurde in Büchern publiziert und gelten als die am meist gesungenen Lieder der Sechziger- bis Achtzigerjahre. Für ihren enormen Beitrag zur israelischen Musik wurde Naomi Shemer 1983 mit dem "Israel Preis" geehrt.
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| Heinrich Franke
starb am 26.06.2004 |
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Am Samstag ist Heinrich Franke, von 1984 bis 1993 Präsident der damaligen Bundesanstalt für Arbeit, im Alter von 76 Jahren am 26.06.2004 in Nürnberg gestorben. Der am 26. Januar 1928 in Osnabrück geborene Arbeitersohn hatte auf dem zweiten Bildungsweg zunächst eine Ausbildung an einer Staatlichen Ingenieurschule absolviert. Nach den Kriegswirren arbeitete er bei Siemens, parallel dazu machte er in der CDU Karriere und wurde 1955 in den niedersächsischen Landtag gewählt. Von 1965 bis 1984 saß er im Bundestag.
Sein politisches Engagement begann er als Mitglied der Jungen Union und wurde 1965 in den Deutschen Bundestag gewählt. Er trat dort besonders als Rentenexperte hervor und leitete den Arbeitskreis "Sozial- und Gesellschaftspolitik". 1982 unter der Regierung Kohl, berief ihn Sozialminister Norbert Blüm (CDU) zu einem seiner beiden Staatssekretäre. In dieser Funktion nahm er sich besonders der Sanierung der Rentenfinanzierung an, die angesichts der Staatsverschuldung immer dringlicher geworden war. Dabei verdiente er sich bei Blüm so viel Anerkennung, das dieser ihn 1984 zum neuen Chef der Bundesanstalt für Arbeit berief. Franke begann die Arbeitsämter flächendeckend mit moderner EDV auszustatten und führte außerdem das Stelleninformationssystem (SIS) für Arbeitslose ein. Arbeitsmarkt-Geschichte schrieb Franke mit dem so genannten Franke-Erlass, mit dem er 1984 zu Ungunsten der Gewerkschaften in die Arbeitskämpfe von Druckern und Metallarbeitern eingriff. Der Höhepunkt seiner Präsidentschaft ist eng mit dem Aufbau der ostdeutschen Arbeitsämter nach dem Mauerfall 1989 verbunden. Denn Franke hatte die Aufgabe, die in der DDR durch die Wiedervereinigung Deutschlands drohende Arbeitsmarkt-Katastrophe zu verhindern. Es gelang ihm in kurzer Zeit in Ostdeutschland eine effiziente Arbeitsverwaltung aufzubauen, so dass die sozialen Folgen gemindert werden konnten. Heinrich Franke machte sich auch als Autor arbeitsmarktpolitischer Veröffentlichungen einen Namen und erhielt zahlreiche Auszeichnungen.
Franke lebte nach seinem Rückzug aus der Politik mit seiner Familie in Lauf bei Nürnberg. In die arbeitsmarktpolitischen Diskussionen mischte er sich trotz seiner langjährigen Erfahrung nicht mehr ein.
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| Yash Johar
starb am 26.06.2004 |
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Am 26.06.2004 erlag der indische Filmproduzent Yash Johar im Alter von 75 Jahren nach einer langjährigen Krebserkrankung im Hospital (Mumbai) einer Lungenentzündung.
International hat sich Yash Johar in den letzten Jahren einen Namen gemacht durch sein unermüdliches Bestreben dem indischen Film eine internationale Plattform zu bieten. Ihm ist es zu verdanken, dass die Filme Sometimes Happy Sometimes Sad und Indian Love Story in Europa zu Erfolgen wurden. In den 50er Jahren begann er als Produktionsleiter zu arbeiten und brachte legendäre Filme wie Guide (1965) oder Jewel Thief (1967) hervor. Im Jahr 1976 gründete Yash Johar seine eigene Produktionsfirma "Dharma Productions", unter der Erfolgsfilme wie Dostana, Duniya, Muqaddar Ka Faisla, enstanden. Darüber hinaus beteiligte sich Johar immer wieder an internationalen Projekten, so arbeitete er mit Fritz Lang für "Der Tiger von Eschnapur" und "Das Indische Grabmahl" und in späteren Jahren für Walt Disneys Verfilmung "Das Dschungelbuch" (1994) und "Armaggedon" (1998). Sein letzter Film war Indian Love Story – Kal Ho Naa Ho. Johar hinterlässt seinem Sohn Karan Johar die Leitung von "Dharma Productions".
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| Mariana Frenk Westheim
starb am 24.06.2004 |
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"Erinnern heisst nicht, in der Vergangenheit herum zu stöbern. Es ist vielmehr ein kreativer Akt, in dem das, was war, mit dem, was ist, verbunden wird." (Mariana Frenk Westheim)
Die Hispanistin, Literaturdozentin und Museumsexpertin Mariana Frenk-Westheim verstarb am 24.06.2004 in Mexiko, im stolzen Alter von 1o3 Jahren. 1930 wanderte Mariana Frenk-Westheim, nicht religiöse Jüdin, mit ihrem ersten Ehemann, dem Mediziner Ernst Frenk, und den beiden Kindern nach Mexiko aus. Beide fühlten sich durch den wachsenden Antisemitismus in Deutschland diskriminiert und bedroht. 1935 wurde sie von den Nazis ausgebürgert und erhielt die mexikanische Staatsbürgerschaft. Nach Frenks Tod heiratete sie in Mexiko den deutschen Kunstkritiker und Gründer der Zeitschrift "Querschnitt" Paul Westheim, mit dem sie Exilanten in ihrem Haus empfing, die sich sonst aus dem Weg gingen.
Als Übersetzerin schrieb die am 04.06.1898 in Hamburg geborene unter anderem Werke des mexikanischen Schriftstellers Juan Rulfo ins Deutsche um. Daneben verfasste sie selbst Kurzgeschichten und veröffentlichte auf Deutsch "Tausend Reime für Große und Kleime", eine amüsante Gedichtesammlung. Im mexikanischen Radio trug sie selbst ihre geschriebenen Werke vor, die kurz und prägnant sein mussten. In ihren letzten Lebensjahren war Mariana Frenk-Westheim blind und an den Rollstuhl gefesselt. Sie hinterlässt zwei Kinder, zehn Enkel (darunter Julio Frenk Mora, seit 2000 mexikanischer Gesundheitsminister) und fast 30 Urenkel.
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| Theo Schöller
starb am 23.06.2004 |
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Wie am Montag bekannt wurde, starb der Unternehmer und Multimillionär Theo Schöller am 23. Juni 2004, fünf Tage nach seinem 87. Geburtstag in seinem Haus in Nürnberg in Anwesenheit seiner Ehefrau Friedl Schöller.
Schöller, der Ehrenbürger von Nürnberg war, war der letzte der drei großen fränkischen Wirtschaftswunder-Pioniere, zu denen auch Max Grundig und Gustav Schickedanz gehörten. Schöllers Markenzeichen war seine Menschlichkeit. Er spendete Millionen an das Großklinikum Nürnberg, die Nürnberger Oper, die Sanierung von Baudenkmälern, das Konservatorium, die Universität und andere Einrichtungen. Er war Ehrensenator der Uni Erlangen-Nürnberg, Honorarkonsul von Österreich und mehrfacher Verdienstkreuz- und Ordenträger. Das neue Zentrum für Altersmedizin wurde nach dem Spender benannt.
Schöller war Unternehmer mit Leib und Seele. 1937 legte er gemeinsam mit Bruder Karl den Grundstock für sein Lebensmittelimperium aus Eiskrem, es wurde in Handarbeit "Eis am Stiel" erzeugt, ausgeliefert wurde in Thermosboxen per Fahrrad. 1957 wurde erstmals Tiefkühlkost und Oblatenlebkuchen hergestellt, damit auch der Winterbetrieb gesichert war. Nach dem Krieg baute Schöller seine zerstörte Firma wieder auf und zahlte seinen Bruder Karl aus. 1960 trat er mit eigener Marke auf dem Markt auf und expandierte ins Ausland, nach 1990 auch nach Osteuropa. Das jüngste Eiskrem-Werk baute Schöller 1999 im türkischen Bursa.
Schöllers Unternehmen war zuletzt nur noch dem Namen nach mit dem Unternehmen verbunden. 2001 schließlich ging die Schöller-Holding an den Schweizer Lebensmittelgiganten Nestle. Nekrolog lesen...
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| Leonard Stein
starb am 23.06.2004 |
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Der US-amerikanische Pianist, Dirigent und Musikwissenschafter Leonard Stein, geboren am 01.12.1916, ist im Alter von 87 Jahren am 23.06.2004 in seiner Heimatstadt Los Angeles gestorben. Stein wurde 1935 in Kalifornien Schüler und später Assistent von dem österreichischen Komponisten Arnold Schönberg, einem der bedeutendsten Komponisten des 20. Jahrhunderts. Siebzehn Jahre leitete Stein das Schoenberg-Institut in Los Angeles. Neben einer Vortragsreihe in den USA war Stein in den vergangenen Jahren mehrfach Gast bei Konzerten am Arnold Schönberg Center in Wien, bei den Festwochen in Gmunden (Österreich) und als Referent von Workshops in Wien und Basel. Drei Jahre vor seinem Tod leitete er noch in Basel an der Musik-Akademie mit Jean-Jacques Dünki einen Workshop über Arnold Schönberg. |
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| Leonel Brizola
starb am 23.06.2004 |
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Der prominente brasilianische Politiker und wichtigste Figur des Widerstandes gegen die letzte Militärdiktatur in Brasilien Leonel Brizola ist tot. Der 82-jährige Linkspopulist erlag in einem Krankenhaus in Rio de Janeiro einem Herzinfarkt. Präsident Luiz Inácio Lula da Silva ordnete eine dreitägige Staatstrauer an. Als Gouverneur des südlichen Bundesstaates Rio Grande do Sul führte Brizola 1961 den Widerstand gegen die Armee an, die den Amtsantritt des Präsidenten João Goulart verhindern wollte. Wegen seiner Gegnerschaft zum Militärregime (1964-1985) musste Brizola 15 Jahre im Exil in Uruguay verbringen. Als Gründer und Vorsitzender der Demokratischen Arbeiterpartei (PDT) spielte Brizola eine wichtige Rolle nach dem Ende der Militärdiktatur in den Achtzigerjahren bei der Demokratisierung Brasiliens. Zweimal wurde er zum Gouverneur von Rio de Janeiro gewählt, allerdings verlor er beide Male als er sich um die Präsidentschaft bewarb. Zuletzt warf er Präsident Lula Verrat an den Zielen der Arbeiterbewegung vor, führte die PDT 2003 aus der Regierungskoalition in die Opposition und forderte Lula zum Rücktritt auf. |
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| Bob Bemer
starb am 22.06.2004 |
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Im Alter von 84 Jahren ist der am 08.02.1920 in Michigan geborene Computerpionier Bob Bemer am 22.06.2004 in Texas an Krebs gestorben.
Auf Grund der auf zwei Stellen beschränkten Datumsangaben in Computerprogrammen wies er 1971 darauf hin, dass es am 31.12.1999 auf 2000 zu Problemen und Abstürzen kommen könnte. Für die deswegen erforderliche Umstellung gaben Unternehmen und Behörden weltweit mehrere hundert Milliarden Dollar aus. Beim Jahreswechsel kam es dann nur zu vereinzelten Störungen in Computersystemen.
Bleibende Verdienste erwarb sich Bemer als Angestellter bei IBM bei der Entwicklung des ASCII-System , in dem jeder Buchstabe des lateinischen Alphabets mit einem Zahlenwert übersetzt wird. Damit wurde es möglich, den Computer nicht nur mit Zahlen rechnen zu lassen, sondern auch mit Texten zu füttern. Bemer führte unter anderem den "Escape"-Befehl (ESC) und den Backslash () in die Computersprache ein und den 8-Bit-Standard. Nach einem Ingenieursstudium mit dem Abschluss in "Aeronautics Engineering" arbeitete Bemer als Konstrukteur. Nach einigen anderen Stellen arbeitete er von 1957 bis 1965 bei IBM, wo er schließlich für alle Programmierstandards verantwortlich war. Als Rentier gründete er schließlich 1997 die Firmen BMRSoftware (Bob Bemer Software) und BigiSoft, die Lösungen für das Y2K-Problem verkauften.
Noch vor einem Monat sei Bemer jeden Tag an seinem Computer gewesen, sagte sein Stiefsohn Glen Teeler am Mittwoch im Haus des Verstorbenen am Possum-Kingdom-See, rund 200 Kilometer westlich von Dallas.
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| Hanns Cibulka
starb am 20.06.2004 |
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Der Gothaer Schriftsteller Hanns Cibulka ist am Sonntag, den 20.06.2004 im Alter von 83 Jahren gestorben. Das teilte gestern der Reclam Verlag Leipzig mit. Er studierte von 1949 bis 1951 an der Bibliotheksschule in Ostberlin, arbeitete später in der Stadt- und Kreisbibliothek "Heinrich Heine" in der Orangerie in Gotha und war von 1953 bis zu seiner Pensionierung 1985 Bibliotheksleiter. Von 1939 bis 1945 war er Soldat der deutschen Wehrmacht. Nach schweren Kämpfen geriet er in Italien, an Malaria erkrankt, auf Sizilien in ein amerikanisches Kriegsgefangenenlager. Seine literarischen Gedichtsbänder und Tagebücher spiegeln seine Kriegserlebnisse und Gefangenschaft, sowie seine Eindrücke von Italien wider. In seinem letzten Buch "Späte Jahre" (2004) beschäftigte er sich unsentimental mit dem Thema Altern.
Zu den wichtigsten Arbeiten des Gothaer Lyrikers und Erzählers gehören die "Ostseetagebücher" (1990), "Thüringer Tagebücher" (1993), "Tagebuch einer späten Liebe" (1998), "Am Brückenwehr" (1994), "Die Heimkehr der verratenen Söhne" (1996) sowie "Sonnenflecken über Pisa" (2000). Mit "Swantow" (1982) übte er offene Kritik an der Umweltpolitik der DDR, und fiel damit bei der DDR-Führung in Ungnade. Die Erzählung "Swantow" wurde fast ein heimliches Manifest der aufkeimenden DDR-Ökobewegung.
Cibulka erhielt 1973 den Louis-Fürnberg-Preis, 1978 den Francesco-de-Sanctis-Preis , 1978 den Johannes-R.-Becher-Preis, 1979 den Kulturpreis der Stadt Gotha, 1982 das Diploma di merito Accademia Italia, 1988 die Ehrenprofessur der Florida State University, 1991 den Sudetendeutschen Kulturpreis und 2000 den Erwin-Strittmatter-Preis. Cibulka war 3 Mal verheiratet und hat zwei Kinder.
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| Peter Märthesheimer
starb am 18.06.2004 |
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Wie die Filmakademie Berlin mitteilte, verstarb der 1937 in Kiel geborene Drehbuchautor und Produzent Peter Märthesheimer am Freitagnachmittag während einer Mitgliederversammlung an Herzversagen.
Märthesheimer war nach dem Soziologiestudium von 1964 bis 1981 Redakteur, Dramaturg und Produzent beim WDR und der Bavaria. Der 67-Jährige war unter anderem als Drehbuchautor für Rainer Werner Fassbinder und Tom Toelle ("Deutschlandlied") tätig. Zuletzt hatte er die Figur des Kriminalpsychologen Bloch für die ARD erfunden. "Der deutsche Film verliert mit Peter Märthesheimer einen seiner wichtigsten Autoren", erklärte Akademie-Präsident Günter Rohrbach. Neben Drehbüchern für Kino und Fernsehen schrieb Märthesheimer auch etliche Theaterstücke und Hörspiele wie "Lola", "Die Kinder vom Bahnhof Zoo", "Nachtschweiß", "Die Ehe der Maria Braun", "Krupp oder die Erfindung des bürgerlichen Zeitalters". Er veröffentlichte neben zahlreichen medienkritischen Aufsätzen und Vorträgen u.a. "Holocaust - eine Nation ist betroffen" und "Ausländerbuch für Inländer" (1980). Seit 1994 war er Professor für Drehbuch und Dramaturgie an der Filmakademie in Baden-Württemberg.
Peter Märthesheimer erhielt zahlreiche Auszeichnungen für seine Arbeiten, darunter zweimal den Adolf-Grimme-Preis (1973 und 1981), den Prix Futura und die Goldene Kamera.
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| George "Buck" Flower
starb am 18.06.2004 |
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Einer der vielseitigsten US-Filmschaffenden, der Drehbuchautor, Schauspieler, Produzent und Regisseur George "Buck" Flower starb nach kurzer schwerer Krankheit im Alter von 66 Jahren am 18. Juni 2004.
Flower wirkte nach einer ersten 12jährigen Theaterkarriere in über 100 Filmen mit. Komödien, Action oder Horrorfilme – während seiner bunten Karriere ließ er keine Filmsparte aus und brillierte dabei auch in kleineren Nebenrollen.
In Deutschland kennt man ihn aus den Psycho-Grusel "The Fog" (1980) (John Carpenter's Durchbruch als Regisseur) oder "Sie leben" (der Film, wo ein Arbeiter auf eine Spezialbrille stößt, durch die man die unter den Menschen lebenden Außerirdischen erkennt). Flowers letzte Filme waren "Black Dawn" (1997) und "Waking Up in Reno - Ein flotter Vierer" (2002), eine US-Komödie mit Patrick Swayze in der Hauptrolle. |
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| Sara Lidman
starb am 17.06.2004 |
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Die Autorin Sara Lidman, die am 30.12.1923 in Missenträsk geboren wurde verstarb am 17.06.2004 im Alter von 80 Jahren. Die Schwedin ("Im Land der gelben Brombeeren" 1959, "Das Teertal" 1967, ihr erster großer Erfolg ) gehörte mit ihren mehr als 20 Romanen zu den meistgelesenen Nachkriegsautoren Schwedens. Nach ihren ersten vier Romanen schrieb Lidman Texte mit politischem Inhalt, protestierte gegen den Vietnamkrieg, gegen das südafrikanische Apartheidregime, wurde zu einer der prominentesten Sprecherinnen der Linken in Schweden und beeinflusste damit die öffentliche Meinung. Ihr letztes Werk "Die Minute der Unschuld" wurde 1999 veröffentlicht. Sara Lidman sind zahlreiche Preise verliehen worden, unter den Ehrungen finden sich ein Ehrendoktortitel und die Verleihung des Professorentitels.
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| Ulrich Inderbinen
starb am 14.06.2004 |
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Der am 03.12.1900 im schweizerischen Bergdorf Zermatt geborene Bergführer und „König der Alpen“, Ulrich Inderbinen starb am Montag den 14. Juni 2004 im stattlichen Alter von 104 Jahren.
Seine Kindheit und Jugend war bestimmt vom harten bergbäuerlichen Leben, wo er am Feld half, Tiere hütete und auf seine acht Geschwister als Babysitter aufpasste. Sein erstes Geld verdiente er sich als Schafhirte und Touristenführer zu Stellen, an denen seltene Alpenblumen blühten. Im September 1921 bestieg Inderbinen das erste Mal mit seiner jüngeren Schwester und einem Freund das Matterhorn, 1923 bestieg er das 4164 hohe Breithorn. Somit war mit den zwei Besteigungen die Voraussetzung für den Bergführerkurs gegeben, den er 1925 bestand.
Erst 1960 hatte er genügend Arbeit als Bergführer und arbeitete dazwischen als Elektriker und Schreiner. Es folgten 84 Besteigungen zum Montblanc und 81 Führungen an die Defourspitze, sowie 371 Matterhornbesteigungen, die letzte 1990 im Alter von 90 Jahren, anlässlich einer Fernsehsendung zum 125. Jahrestag der Erstbesteigung. Mit 80 Jahren begann er an Skirennen teilzunehmen, welche Inderbinen meistens gewann, da in seiner Altersklasse kaum Konkurrenz vorhanden war. Mit 95 nahm er das letzte Mal an einem Bergführer-Skirennen teil. 2000 widmete die Gemeinde Zermatt ihm eine Ausstellung anlässlich seines 100. Geburtstag. Über sich selbst sagte er: "Gelangweilt habe ich mich nie, höchstens dann, wenn meine Kunden zu langsam marschiert sind." Unter dem Titel "Ich bin so alt wie das Jahrhundert" erschien 1996 im Rotten Verlag seine Biographie.
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| Jennifer Nitsch
starb am 13.06.2004 |
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Am Sonntag dem 13. Juni 2004 starb gegen 13.00 Uhr mittags die deutsche Schauspielrin Jennifer Nitsch nach einem Sturz aus dem Fenster ihrer Wohnung im vierten Stock. Nach Angaben der Münchener Polizei sei es unklar, "ob sie gesprungen oder gefallen sei, Fremdverschulden könne jedoch ausgeschlossen werden..."
Einige Medien berichteten von angeblichen Selbstmordgedanken der at-traktiven Schauspielerin, die unter Depressionen und Autoaggression (eine Art Selbstzerstörungstrieb) gelitten habe. So soll sie auch reichlich Kokain geschnupft und viel getrunken haben. Die Bildzeitung zitierte nach dem Bekanntwerden ihres Todes Regisseur Dieter Wedel mit den Worten: "Sie hat sehr viel ge-trunken und sie nahm Koks wie Schnupftabak..." Wedel – so "Bild" – mache die Film- und Fernsehbranche für den Tod der 37-Jährigen verantwortlich. "Sie fand keine vernünftigen Rollen mehr. Sie hat mir gesagt: "Eher nage ich am Hungertuch, als dass ich TV-Kommissarin werde".
Freunde, Bekannte und die Familie der Schauspielrin sehen das aber völlig anders. Der Münchner Fotograf Roger Fritz, mit dem die Schauspielerin am Vorabend ihres Todes in einem Münchner Restaurant zu Abend gegessen hatte, sagte der Münchner "TZ": "Nichts ließ darauf schließen, dass es ihr nicht gut ging." Auch habe Jennifer Nitsch noch eine halbe Stunde vor ihrem Tod mit ihrer Mutter telefoniert und da hätte absolut nichts nach Depressionen geklungen: "Mami, wir haben eine tolle Party gefeiert. Es war schon hell als ich nach Hause kam. Jetzt bin ich aber todmüde, muss mich etwas ausruhen," waren ihre letzten Worte. Eine halbe Stunde später stürzte sie aus dem vierten Stock...
Die 37-Jährige Jennifer Nitsch war eine der bekanntesten deutschen TV-Schauspielerinnen und wurde u.a. mit dem Film "Allein unter Frauen" und mit der ZDF-Produktion "Der Schattenmann" (Regie: Dieter Wedel) bekannt.
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| Doris-Katharina Hessler
starb am 13.06.2004 |
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Die TV-Spitzenköchin Doris-Katharina Hessler starb im Alter von 55 Jahren völlig überraschend und aus zunächst ungeklärter Ursache am 13. Juni 2004. Noch für den Donnerstagabend, den 17. Juni 2004, stand ein "ein köstliches Menu von verschiedenen Fischen, Krusten- und Schalentieren in feinen, kleinen und witzigen sechs Gängen" auf der Speisekarte ihres Restaurants. Für den 24. Juni hatte der Hessische Rundfunk ein Treffen mit der Meisterköchin eingeplant...
1979 war Doris-Katharina Hessler die erste Frau, die in Deutschland mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet wurde. Ihr Talent hatte die ehemalige Verwaltungsangestellte erst drei Jahre vor dieser Verleihung entdeckt, als als sie im Restau-rant ihres Mannes aushalf...
Zu ihren Spezialgebieten zählte insbesondere die asiatische Küche. Ihre Rezepte hielt sie in vier Kochbüchern fest. Zwischen 1997 und 2000 trat Doris-Katharina Hessler im ARD-Buffett in mehr als 100 Sendungen auf.
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