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254 Nachruf-Meldungen seit 1. Mai
2004 © 2004
by nekrolog.info
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| Gerard Debreu
starb am 31.12.2004 |
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Gerard Debreu, französischer Wirtschaftswissenschaftler und Träger des Nobelpreises für Wirtschaftswissenschaften von 1983, verstarb am 31.12.2004.
Debreu graduierte Ende 1945 und interessierte sich für Ökonomie, im Besonderen für die Allgemeine Gleichgewichtstheorie von Leon Walras. Er wurde Assistent im Centre National de la Recherche Scientifique und trat der Rockefeller Fellowship bei, die es ihm ermöglichte, mehrere amerikanische Universitäten zu besuchen, ebenso wie jene von Uppsala und Oslo in den Jahren 1949-1950. Nachdem er von der Universität von Chicago ein Angebot bekam, dort als Forschungsmitarbeiter zu arbeiten, trat er diese Stelle im Sommer 1950 an. Dort blieb er, abgesehen von kurzen Aufenthalten in Paris, für fünf Jahre.
1954 veröffentlichte er gemeinsam mit Kenneth Arrow einen durchbrechenden Beitrag mit dem Titel Existence of an Equilibrium for a Competitive Economy. 1955 zog es ihn an die Yale-Universität, wo er 1959 seine erste Monographie Theory of Value publizierte. 1960-1961 arbeitete er an der Stanford-Universität, ab 1962 an der Berkeley-Universität, wo er als emeritierter Professor der Ökonomie und Mathematik einen Lehrstuhl innehatte. Während der späten sechziger und siebziger Jahre besuchte er die Universitäten von Leiden, Cambridge, Bonn und Paris.
Seine späteren Arbeiten behandelten hauptsächlich differenzierbare und minimal-konkave Nutzenfunktionen.
1983 gewann er den Bank of Sweden Prize in Economic Sciences in Memory of Alfred Nobel (meist als Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften bezeichnet) für seine Leistungen im Gebiet der allgemeinen Gleichgewichtstheorie. 1976 wurde ihm der französische Orden Légion d'honneur verliehen. |
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| Artie Shaw
starb am 30.12.2004 |
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Der US-amerikanische Jazzmusiker, Klarinettist und Bandleader Artie Shaw, der gebürtig Arthur Jacob Arshawsky hieß, verstarb am 30.12.2004 in Los Angeles.
Aufgewachsen in New Haven, Connecticut, startete er seine Laufbahn als Klarinettist und Saxophonist in der lokalen High School Band und begann Anfang der 30er Jahre seine professionelle Karriere. 1936 machte er Aufnahmen mit Billie Holiday und Bunny Berigan. 1937 gründete er eine Big Band, die zu den erfolgreichsten Orchestern der Swing Ära wurde. Sein größter Hit der damaligen Zeit war Begin the Begin. Während des Zweiten Weltkriegs leitete er eine Big Band der US Navy, mit der er 1943 und 1944 durch den Pazifik zum Zweck der Truppenbetreuung tourte.
Artie Shaw gehörte zusammen mit Benny Goodman und Woody Herman zu den überragenden Klarinettisten der Swing-Zeit. Als er sich 1954 aus dem Musikleben zurückzog, konnte er bereits auf 30 Jahre als Berufsmusiker zurückschauen. Er hatte neun von ihm aufgebaute Orchester geleitet. Shaw fing danach an zu schreiben. Seine Autobiografie The Trouble with Cinderella und einige Bände mit Kurzgeschichten gehören zu seinen Publikationen. Achtmal war Shaw verheiratet, u.a. mit Ava Gardner - Heirat 1945 - und Lana Turner.
2004 erhielt er den Lifetime Achievement Grammy Award für sein Lebenswerk.
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| Eugenio Garin
starb am 29.12.2004 |
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Der italienische Philosoph Eugenio Garin, geboren am 09.05.1909 in Rieti, Italien, verstarb am 29. Dezember 2004 in Florenz, Italien.
Er studierte in Florenz am Lehrstuhl von Giovanni Gentile, Mussolinis Vorzeigephilosophen, und danach hatte er dort eine Stellung als Gymnasiallehrer inne. Erst 1946 wurde er Ordinarisus und lehrte von 1931 bis 1974 vorwiegend in Florenz, zeitweise auch in Cagliari. Ab 1974 übernahm er den Lehrstuhl für "Geschichte des Denkens der Renaissance" an der Scuola Nomale Superiore in Pisa.
Garin war Historiker und Renaissanceforscher und emeritierter Professor für Kulturphilosophie und Philosophiegeschichte an den Universitäten Florenz und Pisa. In italienischen Medien wurde Garin zusammen mit Noberto Bobbio als einer der wichtigsten Denker der Gegenwart und "Gigant der modernen Philosophie" bezeichnet. Seine gesamte Veröffentlichungstätigkeit in sieben Jahrzehnten hatte eine Anzahl von 1415 Titeln errreicht.
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| Jerome Bernard Orbach
starb am 28.12.2004 |
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Der amerikanische Schauspieler Jerome Bernard Orbach, verstarb am 28.12.2004 in New York an Krebs.
Orbach begann seine Karriere am Broadway, wo er in verschiedenen Musicals auf sich aufmerksam machte. Dort erschuf er die Rolle des El Gallo in The Fantasticks. Er gewann dort unter anderem zwei Tony Awards. Sein Filmdebüt gab er Ende der 50er, in seiner Filmlaufbahn kam er allerdings selten über Nebenrollen hinaus. Seine größten Erfolge waren wohl Dirty Dancing, in dem er den Vater von 'Baby' Houseman spielte, Universal Soldiers von Roland Emmerich und der Disney- Zeichentrick- Film Die Schöne und das Biest.
Bekannt wurde er durch das Fernsehen. 1987 bis 1988 spielte er in der Fernsehserie The Law And Harry McGraw (dtsch. Harry McGraw) die Hauptrolle des Privatedetektivs Harry McGraw. Die Hauptrolle als Lenny Briscoe in der Serie Law & Order, die zunächst unter dem Titel Die Aufrechten in Deutschland lief, von 1992 bis 2004 wurde zu Orbachs Paraderolle.
Sieben mal wurde Orbach für die beste Ensembleleistung in einer Fernsehserie mit einer Nominierung der Schauspielergewerkschaft geehrt, dazu erhielt er drei Nominierungen für den Emmy.
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| Susan Sontag
starb am 28.12.2004 |
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Die amerikanische Schriftstellerin, Essayistin und Publizistin Susan Sontag verstarb am 28.12.2004 in New York im Alter von 71 Jahren an Leukämie. Sie war bekannt für ihren Einsatz für Menschenrechte sowie als Kritikerin der gesellschaftlichen Verhältnisse und der Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika.
Susan Sontag wurde als Susan Rosenblatt in eine jüdische Familie hineingeboren und ist die Tochter eines Exportkaufmanns und einer Lehrerin.
1949 ging Susan Sontag an die Universität in Chicago und studierte Französisch, Literatur und Philosophie. 1950 - mit 17 Jahren - heiratete sie den Soziologen Philip Rief, mit dem sie eine Studie über den Einfluss von Sigmund Freud auf die moderne Kultur veröffentlichte. Seit den 70er-Jahren lebte sie in einer Beziehung mit der Fotografin Annie Leibovitz.
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| Franz Böhmert
starb am 28.12.2004 |
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Franz Böhmert, deutscher Arzt und Sportmanager, verstarb am 28.12.2004 in Bremen nach einem Schlaganfall.
Der Anästhesist Prof. Dr. Franz Böhmert war von 1963 bis 1970 Vereinsarzt beim Fußball-Bundesligisten Werder Bremen, wurde 1970 zum Präsidenten des Vereins gewählt und blieb dies bis 1999. Danach war er als Vorstandsvorsitzender im Verein tätig. Unter seiner Führung wurde Bremen dreimal Deutscher Meister und fünfmal DFB-Pokalsieger, 1992 gewannen sie den Europapokal der Pokalsieger. Böhmert verpflichtete unter anderem Otto Rehhagel und Willi Lemke für den Verein.
Später arbeitete Böhmert auch für den DFB, setzte sich aber immer wieder für Bremen ein. Von 1987 bis 2000 war Böhmert Vorstandsmitglied des DFB-Ligaausschuss. Von 2000 bis Oktober 2004 war er Mitglied des DFB-Vorstands als Vorstand des Ligaverbandes DFL und Ehrenmitglied des DFB und der DFL sowie Träger der Goldenen DFB-Ehrennadel.
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| Maria Dolors Miró Juncosa
starb am 26.12.2004 |
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Maria Dolors Miró Juncosa war die spanische Kunstförderin und Ehrenvorsitzende der Miró-Stiftungen und verstarb im Alter von 74 Jahren am 26.12.2004 an einem Herzinfarkt. Sie war die einzige Tochter des katalanischen Malers Joan Miró (1893-1983).
Miró Juncosa war weit über Spanien hinaus bekannt für ihr Fachwissen. Zeit ihres Lebens widmete sie sich in Barcelona und Palma dem Werk ihres Vaters.
1981 gründete Joan Miró seine Stiftung „Fundació Pilar i Joan Miró“. Nach dem Tod ihrer Mutter übernahm Maria Dolors Miró Juncosa den Ehrenvorsitz dieser Stiftung. Sie förderte aktiv spanische Nachwuchskünstler, indem sie ihnen im Rahmen dieser Stiftung ein Kunstzentrum internationaler Ausrichtung zur Verfügung stellte. Das Zentrum ist heute ein beliebter Treffpunkt aller Schriftsteller, Künstler und Musiker.
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| Reggie White
starb am 26.12.2004 |
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Der amerikanische Football-Profi Reggie White, bekannt auf der Position des Defensive End verstarb am 26.12.2004 in Huntersville/North Carolina im Alter von 41 Jahren an einem Herzinfarkt.
White war in den USA bekannt unter dem Namen "Minister of Defense". 15 Jahre lang war er in der US-amerikanischen National Football League (NFL) ein gefürchteter Gegenspieler der Quaterbacks. Während seiner Karriere spielte er für die Philadelphia Eagles (1985-1992), die Green Bay Packers (1993-1998) und zum Abschluss für die Carolina Panthers. Sein Wechsel zu den Packers war der erste Wechsel eines Topspielers in der damals neu geschaffenen Free-Agency.
1997 gewann White mit den Packers den Super Bowl. In den Jahren 1987 und 1998 erhielt er den Titel des besten Verteidigers der NFL.
Als White im Jahr 2000 vom aktiven Football-Sport zurücktrat, hielt er den Rekord von insgesamt 198 "Quarterback-Sacks", bei denen er den gegnerischen Spielmacher zu Boden warf.
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| Gennadi Michailowitsch Strekalow
starb am 25.12.2004 |
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Der russische Kosmonaut Gennadi Michailowitsch Strekalow, geboren am 28.10.1940 in Mytistschi / Moskau, verstarb am 25. Dezember 2004 in Moskau an Krebs.
Strekalow studierte an der Staatlichen Moskauer Technologischen Universität das Ingenieurwesen für das sowjetische Raketenprogramm. Er stand seit 27. März 1973 in Diensten der russischen Weltraumbehörden und startete im Jahr 1980 zu seinem ersten Flug ins All. Bis 17. Januar 1995 hatte er an insgesamt fünf sowjetischen Weltraum-Missionen teilgenommen. Er gehörte von 1987 bis 2002 zu den Russischen Sojus Missionen, von 1990 bis 1995 war er Angehöriger der russischen MIR-Stammbesatzungen. Insgesamt befand er sich während seines Lebens 268 Tage, 22 Stunden und 22 Minuten im Weltall.
Weltweit bekannt wurde Strekalow im September 1983 als er sich in letzter Sekunde retten konnte. Er befand sich damals vom Weltraumbahhof Baikonur aus auf dem Flug ins All, als 15 Sekunden nach dem Start die Sojus-Trägerrakete Feuer fing. Unmittelbar vor der Explosion der Rakete konnte er sich zusammen mit seinem damaligen Kollegen retten.
Strekalow nahm an der Space Shuttle-Mission „Atlantis“ teil. Er war damals Mitglied der MIR Crew die mit dem Space Shuttle zurückgeflogen ist. Stekalow wurde mit vielen Auszeichnungen versehen. Nach seinem ersten Flug 1980 erhielt er die höchste Auszeichnung des Kreml, den Orden "Held der Sowjetunion".
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| Jan van Vlijmen
starb am 24.12.2004 |
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Jan van Vlijmen, niederländischer Komponist, geboren am 11.10.1935 in Rotterdam, verstarb am 24. Dezember 2004 in Réveillon, Frankreich.
Van Vlijmen, der von der Musik Arnold Schönbergs beeinflusst wurde, komponierte Kammermusik-Werke für Orchester und Opern. Er studierte Klavier und Orgel am Conservatorium in Utrecht sowie Komposition bei Kees van Baaren und unterrichtete später auch in Utrecht. 1961 wurde er Direktor der "Amersfoortse muziekschool" und blieb dort bis 1965. Am 1. September 1967 wurde er in das Königliche Konservatorium in Den Haag entsandt. Dort übernahm er 1970 nach dem Tod Kees van Baarens dessen Direktorenstelle. 1984 bis 1987 war er Intendant der holländischen Oper. Anschließend war er von 1990 bis 1997 Direktor des holländischen Musik und Theaterfestivals.
Über die Grenzen der Niederlande hinaus wurde er bekannt durch seinen 1984 uraufgeführten Quaterni Zyklus. In den Niederlanden machte er sich einen Namen als "Erneuerer der Musikausbildung", nachdem er Pläne für eine Modernisierung veröffentlichte. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Preise für sein Schaffen.
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| Gustaf Lennart Nicolaus Paul Bernadotte, , Graf af (von) Wisborg
starb am 21.12.2004 |
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Der schwedische Adelige Gustaf Lennart Nicolaus Paul Bernadotte, Graf af (von) Wisborg, geboren am 08.05.1909 in Stockholm, verstarb am 21. Dezember 2004 auf der Insel Mainau. Er wurde bekannt durch den Umbau der Insel Mainau im Bodensee in ein Blumenparadies, das jährlich von über einer Million Touristen besucht wird. Lennart Bernadotte war der einzige Sohn von Prinz Wilhelm von Schweden und Großfürstin von Russland Maria Pawlowna und damit Enkel von König Gustav V. 1932 verzichtete er durch Austritt aus dem Königshaus auf eine mögliche Thronfolge, da er 1932 in London die bürgerliche Karin Nissvandt heiratete.
Im Jahre 1955 wurde er Präsident der Deutschen Gartenbau-Gesellschaft. In dieser Funktion rief er den Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ ins Leben. In der Folge gründete er den Deutschen Rat für Landespflege. Bernadotte war Ehrenbürger der Städte Lindau und Konstanz, Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes, des Großkreuzes der Weißen Rose von Finnland und der Albert-Schweitzer-Medaille. Die Universität Hohenheim (Stuttgart) und die schwedische Universität Uppsala verliehen ihm den Ehrendoktortitel.
Seinen letzten öffentlichen Auftritt hatte er in einer Livesendung des SWR-Fernsehens zum Fastnachtsauftakt am 11. November 2004, als seine Frau den närrischen Ehrentitel „Burgherrin” der „Großen Konstanzer Narrengesellschaft Niederburg von 1884” erhielt.
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| Son Seals
starb am 20.12.2004 |
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Der amerikanische Blues-Musiker Son Seals verstarb am 20. Dezember 2004 in Chicago an schwerer Diabetes.
Er veröffentlichte zehn Alben und hatte mit "Funky Bitch" einen der größten Blues-Hits. Seine Markenzeichen war sein exzellentes Gitarrenspiel und seine raue Bluesstimme. Bereits mit 13 Jahren fing er mit der Musik an und gründete 1959 seine erste Band. Sein Mentor wurde der Gitarrist Albert King. Mit ihm und mit Blues-Stars wie Earl Hooker und Robert Nighthawk trat er auf.
In den Jahren 1985, 1987 und 2001 erhielt Son Seals dreimal den höchst angesehenen Preis der Blues-Szene, den W.C. Handy Award.
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| Renata Tebaldi
starb am 19.12.2004 |
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Renata Tebaldi, italienische Sopransängerin und bekannt als die "Engelsstimme", verstarb am 19.12.2004 nach längerer Krankheit im Alter von 82 Jahren in ihrem Haus in San Marino.
Sie wurde als Tochter eines Orchestermusikers geboren. Trotz schwerer Krankheiten – Renate Tebaldi erkrankte als Kind an Kinderlähmung - konnte sie am Konservatorium in Parma Gesang studieren. Ihr Debüt hatte sie 1944. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde sie als Sopranstimme vom Dirigenten Arturo Toscanini entdeckt, gefördert und an die Mailänder Scala verpflichtet, wo sie 1946 an einem berühmt gewordenen Konzert zur Wiedereröffnung des Hauses nach Kriegsschäden teilnahm.
Renata Tebaldi ging in die USA und gehörte von 1955 bis 1973 zum Ensemble der Metropolitan Opera in New York und unternahm weltweite Konzertreisen. In 17 Spielzeiten trat die Sopranistin in 210 Aufführungen an der "Met" auf . 1973 zog sich Tebaldi aus dem öffentlichen Leben zurück.
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| Peter Palitzsch
starb am 18.12.2004 |
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Der deutsche Theaterregisseur Peter Palitzsch verstarb am 18. Dezember 2004 in Havelbergan Lungenversagen.
Palitzsch wuchs in Dresden auf, wo er das Gymnasium und eine kaufmännische Lehre an der Fachhochschule absolvierte. Der siebenundzwanzigjährige Werbegrafiker wurde nach kurzer Kriegsgefangenschaft während des Zweiten Weltkriegs Gründungsmitglied des Roten Kreuzes der sowjetischen Besatzungszone in Dresden und arbeitete als Dramaturg an der Dresdner Volksbühne. 1947 von Bertolt Brecht entdeckt, begann Palitzsch als Grafiker und Dramaturg im neu gegründeten Berliner Ensemble, wo er mit Künstlern wie Ernst Busch, Paul Dessau, Hanns Eisler und Helene Weigel arbeitete und das Signet des Theaters erfand.
1955 stellte er sein Regiedebüt "Der Tag des großen Gelehrten Wu" vor, doch erlebte er erst 1959 den internationalen Durchbruch mit "Der aufhaltsame Aufstieg des Arturu Ui", bei dem er mit Manfred Wekwerth Co-Regie führte und 1960 in Paris mit dem Preis der Vereinigung der Theater- und Musikkritiker ausgezeichnet wurde. Das Stück blieb mit seinem Hauptdarsteller Ekkehard Schall 15 Jahre im Spielplan des Theaters und erlebte 532 Aufführungen.
1966 wurde Palitzsch Direktor des Staatstheaters Stuttgart und schrieb mit seiner Ensemblearbeit, inspiriert von Lehrmeister Brecht, Theatergeschichte: Seine Inszenierungen der sechs Königsdramen Shakespeares und Tankred Dorsts "Toller" wurden internationale Sensationen, fanden Beifall, Ablehnung und lösten öffentlich geführte Diskussionen aus. Als Direktor des Schauspiels Frankfurt initiierte Palitzsch ab 1972 das Mitbestimmungsmodell, arbeitete mit den besten Schauspielern und Dramaturgen Deutschlands zusammen und schuf mit "Emilia Galotti" und "Frühlings Erwachen" Publikumserfolge.
Nach seinem Abschied arbeitete er an verschiedenen westdeutschen Bühnen, in Wien, Zürich, Rio de Janeiro, sowie in Oslo mit Liv Ullmann an "Mutter Courage und ihre Kinder". Außerdem spielte er in Hans Neuenfels' Film "Die Familie oder Schroffenstein" eine Hauptrolle. Nach dem Fall der Mauer kehrte er 1992 an das Berliner Ensemble zurück, um bis 1995 die Intendanz mit Peter Zadek, Fritz Marquardt, Matthias Langhoff und Heiner Müller zu übernehmen. Seine letzte Inszenierung wurde "Drei kurze Texte (mit tödlichem Ausgang)", die 2003 in Luxemburg uraufgeführt wurde.
Nach 55 Jahren Theaterarbeit bekam Palitzsch am 6. September 2004 das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse von Berlins Bürgermeister Klaus Wowereit überreicht.
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| Erich Auer
starb am 17.12.2004 |
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Der österreichische Schauspieler Erich Auer, geboren am 14. April 1923 in Wien, verstarb am 17. Dezember 2004 in seiner Heimatstadt. Auer machte eine Schauspielausbildung am Konservatorium der Stadt Wien und lernte dort die Schauspielerin Martha Wallner kennen, die er später heiratete.
Am Linzer Landestheater fand er 1946 sein erstes Engagement, schon 1948 kehrte er aber wieder nach Wien zurück und wurde dort 1950 in das Ensemble des Burgtheaters aufgenommen. Hier trat er in mehr als 150 Rollen auf – unter anderem als Antonio in William Shakespeares "Der Kaufmann von Venedig", als Valentin in Raimunds "Der Verschwender" oder als Merenberg in Grillparzers "König Ottokars Glück und Ende". 1986 wurde er Ehrenmitglied des Burgtheaters und 1989 pensioniert.
Über Wien hinaus bekannt wurde Auer durch seine Rollen in den deutschsprachigen Heimatfilmen der Nachkriegszeit, aber auch als Schauspiellehrer war er später sehr gefragt. Seine letzte Rolle war die des Oberst "Pickering" in "My Fair Lady" an der Wiener Volksoper.
Diverse Ehrungen wurden ihm zuteil, darunter der Professorentitel, das Verdienstkreuz der Republik Österreich, die Goldene Verdienstmedaille des Bundeslandes Wien und das Große Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Niederösterreich.
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