


Borussia verliert mit seinem Tod eine Führungsfigur. An der
finanziellen Konso-lidierung des Klubs und der Neugestaltung der Strukturen
im Verein nach dem Bundesliga-Abstieg 1999 hatte Dr. Jordan maßgeblichen Anteil.
In der Amtszeit von Dr. Jordan feierte Borussia im Jahr 2000 das 100-jährige
Vereinsjubiläum und stieg 2001 wieder in die Bundesliga auf.
Dr. Adalbert Jordan schloss 1966 sein Studium an der Technischen Hochschule
in Aachen als Diplom-Ingenieur in der Fachrichtung Architektur ab. Von 1967
bis 1991 stand er in Diensten der Stadt Mönchengladbach, zuletzt als Direktor
des Stadtpla-nungsamtes und des Baudezernats. 1994 schrieb er an der Akademie
für Volks-wirtschaft in Moskau seine Doktorarbeit über „Rahmenbedingungen
für die Konvertibilität des Rubels“ und führte seither den Titel eines „Doctor
of Philosophy in Economics“.
Als Architekt mit großer städtebaulicher Erfahrung widmete sich Dr. Jordan
vor allem dem Bau des neuen Borussenstadions, das Ende Juli diesen Jahres
im Nordpark eröffnet wird. Gemeinsam mit seinen Präsidiumskollegen Rolf Königs
und Siegfried Söllner trieb er die Realisierung des Projekts trotz wiederholter
Rückschläge immer weiter voran. Als wegweisender Schritt erwies sich dabei
der Entschluss des Präsidiums, sich von nicht umsetzbaren Modellen der Vergan-genheit
zu lösen und auf eine für Borussia Mönchengladbach machbare Lösung zu konzentrieren.
Trotz seiner schweren Erkrankung ließ es sich Dr. Jordan nicht nehmen, im
Januar dieses Jahres gemeinsam mit geladenen Gästen und mehr als 5.000 Anhängern
des Vereins das Richtfest auf der Stadionbaustelle zu feiern. Die Eröffnung
des Stadions am 30. Juli wird Dr. Jordan nun leider nicht mehr miterleben,
doch er wird dabei sein – in den Herzen aller Borussenfreunde, die den seit
vielen Jahren diskutierten und immer wieder aufgeschobenen Bau eines neuen,
zeitgemäßen Fußballstadions herbeisehnen.
Dr. Jordans Mannschaft waren die Mitarbeiter in Borussias Geschäftsstelle.
Für ihre Sorgen hatte der Präsident immer ein offenes Ohr, für die Lösung
ihrer Prob-leme wusste er stets einen guten Ratschlag. Er wird uns fehlen.
Er wird Borussia Mönchengladbach fehlen. Das Präsidium, Aufsichtsrat, Ehrenrat,
Trainer und Mannschaft, Geschäftsführung und Mitarbeiter des Vereins und auch
Borussias Anhänger werden Dr. Adalbert Jordan nie vergessen.
Der Vorstand,
Borussia Mönchengladbach
