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Sir Peter A. Ustinov
16. April 1921 – 28. März 2004
"Ich bin in St. Petersburg gezeugt worden, in London geboren und in Schwäbisch Gmünd getauft worden", erklärte der beliebte Schauspieler augenzwinkernd, wenn man ihn danach fragte, warum er sich auf je-dem Parkett der Weltbühne so wohlzufühlen scheine. – Am 29. März 2004 hat Peter Alexander Ustinov die-se Bühne nun in der Schweiz für immer verlassen. Nach monatelanger Krankheit starb er im Alter von 82 Jahren. Er hinterließ eine Frau, vier Kinder und – ein Millionenpublikum, das um Peter Ustinov trauert und ihn schon zu Lebzeiten zur Kultfigur erhoben hatte...

Peter Ustinov wurde in London als Sohn eines aus Russland stammenden Deut-schen und einer Französin geboren wurde, wuchs mit deutschem Pass in England auf und sagte über sich selbst: "Sehr englisch habe ich mich nie gefühlt".
Nach dem Dienst in der britischen Armee begann Ustinov eine außergewöhnliche Karriere. Zunächst als als Schauspieler, dann als Regisseur, Maler, Bühnenbildner, Conférencier, Stückeschreiber und Prosaautor erwarb er rasch den Ruf eines "Multitalents". Aus seiner Feder stammen ca. 20 Theaterstücke und neun Filmdreh-bücher. In acht Filmen führte er Regie und in mehr als 40 Filmen und Bühnen-stücken erwarb er sich als genialer Schauspieler einen Namen. Mir dem Lernen von Texten hatte ebenso wenig Mühe, wie mit dem Erlernen von Fremdsprachen. Peter Ustinov sprach fließend Englisch, Französisch, Italienisch, Russisch, Spanisch und Deutsch und er synchronisierte sich selbst in zahlreichen Filmrollen mit anderen Sprachversionen.
Als Sonderbotschafter der UNICEF sowie als Professor für Vorurteilsforschung und als Vorsitzender der Weltföderalisten engagierte er sich unermüdlich für ein besseres und verständnisvolleres Zusammenleben der Menschen. An seinem 80. Geburtstag im Jahr 2001 würdigte Bundespräsident Johannes Rau Sir Peter Alexander Ustinov als "Weltbürger" und "ganz außergewöhnlichen Menschen".

Große Erfolge und ein großer Mensch
Peter Usitinov wurde durch seine Charakterrollen in den monumentalen Hollywoodfilmen Anfang der 50er Jahre bekannt. So brillierte er als ausgeflippter Kaiser Nero in "Quo Vadis" (1952) ebenso wie als der sa-distische Sklavenhändler in "Spartacus" (1959, Oscar als bester Nebendarsteller).
Für die Rolle des Arthur Simpson in Jules Dassins "Topkapi" (1964) wurde er erneut mit einem Oscar ausgezeichnet. Seit den 70er Jahren war Peter Us-tinov dann auch im Fernsehen präsent, wo er z.B. Agatha Christies Meisterdetektiv Poirot, in "Tod auf dem Nil" meisterlich darzustellen wusste.
Seine letzte große Filmrolle spielte Ustinov als sächsischer Kurfürst Friedrich der Weise in dem großen Kino-Spektakel "Luther". 1990 wurde Peter Ustinov von der britischen Königin Eilzabeth II. zum Ritter geschlagen. In Deutschland wurde er mit dem Bundesverdienstkreuz, der Goldenen Kamera, dem Bambi, dem Karl-Valentin-Orden und mit dem Deutschen Kulturpreis ausgezeichnet.
Peter Alexander Ustinovs Tod ist ein großer Verlust für alle, die an die Kraft der Kunst und der Menschlichkeit glauben. Er starb nach zweimonatigem Krankenhausaufent-halt in der Nacht vom 28. auf 29. März an Herzversagen...
Gegangen, aber unvergessen...