





O.W. Fischer stammt aus Klosterneuburg bei Wien, wo er auch Kunstgeschichte und Germanistik studierte und über das Wiener Reinhardt-Seminar 1936 als Nebendar-steller beim Tonfilm landete. Bis 1945 wirkte er in 7 Filmen mit. Fischers große Zeit begann als 38jähriger in den 50er Jahren, wo er neben Curd Jürgens innerhalb kür-zester Zeit zum bestbezahltesten Schauspieler Deutschlands wurde.

Nachdem sich O.W. Fischer gegen Ende der 60er aus dem Filmgeschäft zurückzog, widmete er sich der Sprachwissenschaft und Philosophie, Psychologie, Hypnose und Metaphysik. Nach dem Tod seiner Frau Anna Usell, einer Schauspielerin aus Prag, kapselte er sich immer mehr von seinen Mitmenschen ab: bis hin zum etwas schrulligen Eigenbrödler, der eine "Allhypnose"-These entwickelte (dem Film "Matrix" ähnlich: der Mensch lebt in einerm fiktiven Trance-Zustand den er praktisch nur träumt), für die er sich bis zu seinem Lebensende starkt machte. Am 1. Februar ver-ließ er, am Ende vom Alter doch sehr geschwächt, diese Scheinwelt, um seiner gelieb-ten Frau zu folgen, die er bis in seine letzten Lebenstage tief verehrte.