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Marika Rökk
3. November 1913  –  16. Mai 2004
Marie Karoline Rökk, so lautet der richtige Name der am 16. Mai 2004 verstorbenen Schauspielerin und Sängerin, war als Kind wie auch als ältere Dame an Lebendigkeit und Temperament kaum zu übertreffen. Schon als Zwölfjährige hielt sie die Besucher weltbe-kannter Bühnen und Cabarets wie das "Moulin Rou-ge" in Paris in Atem; mit Fünfzehn bezauberte sie das Publikum im Berliner Wintergarten, auf dem Broadway, in Monte Carlo, London und Cannes. Nun hat sie diese Weltbühne für immer verlassen...
Gegangen, aber unvergessen...

Marika Rökk starb im hohen Alter von 91 Jahren in Baden bei Wien an einem Herzversagen. Mit ihr verließ eine der populärsten und verehrtesten Operettensän-gerinnen und Schauspielerinnen des frühen Kinos diese Welt – eine der ersten Königinnen der Leinwand mit einem Millionenpublikum, welches sie – top-fit bis ins hohe Alter – vermutlich zu 90% überlebt hat...

Die Königin der Herzen...
Bereits als Siebzehnjährige startete Marika Rökk in Eng-land ihre beispielhafte Filmkarriere mit "Kiss Me, Sergeant" und "Why Sailors Leave Home" (1931/31). Ein Jahr später drehte sie in Ungarn "Csókolj meg, édes!" ("Geisterzug"), dann unter Ernst Marischka in Österreich "Stern der Ma-nege". Mit dem deutschen UFA-Film "Leichte Kavallerie" wurde Marika Rökk dann endgültig zum Topstar der 30er und 40er Jahre.

1941 begeisterte sie im ersten deutschen Farbfilm "Frau-en sind doch die besseren Diplomaten", 1944 in "Die Frau meiner Träume". Der heute über hundertjährige Johannes Heesters  weigerte  sich nach zwei erfolgreichen Filmen mit

ihr in weiteren Filmen gemeinsam aufzutreten, da Marika Rökks Name nun auf den Filmplaketen über seinem geführt wurde. Zu Marika Rökks erfolgreichsten Nachkriegsfilmen zählten "Maske in Blau" (1953) und "Die Csárdásfürstin" (1950). Ihr wichtigster Regisseur wurde Georg Jacoby, den sie 1940 heiratete. Als sie "Die Frau meiner Träume" drehte, war sie schwanger. Die gemeinsame Tochter Gaby wurde ebenfalls Schauspielerin und war u.a. in dem Film "Die Dollarprinzessin" (1971) zu sehen. Nach ihrer Scheidung von Georg Jacoby heiratete sie 1968 in zweiter Ehe den Schauspieler und Regisseur Fred Raul, der 1985 verstarb.

1992 nahm Marika Rökk ihren Abschied von der Operette, kehrte aber immer wieder auf die Bühne zurück. So spielte sie mit knapp 80 Jahren in der Stadt, wo sie ihre Kindheit verbracht hatte, in Budapest, in Emerich Kalmans "Gräfin Mariza". 1998 erhielt sie den Ehrenbambi für ihr Lebenswerk. In ihren letzten Lebensjahren lebte Marika Rökk zurückgezogen und von einem Gärtner-Ehepaar betreut, in Baden bei Wien, wo sie auch starb.