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Joe Viterelli
10. März 1941 – 28. Januar 2004
"Ich habe mich mein Leben lang bemüht, nicht aufzu-fallen, und jetzt wollt ihr meine Visage zehn Meter groß auf die Leinwand bringen?" fragte Joe Viterelli, als ihn 1990 Sean Penn (US-Schauspieler und Regi-sseur, 31 Filme) löcherte, eine Filmrolle im "Vorhof zur Hölle" zu übernehmen. Klar daß er solange bohr-te, bis Joe Viterelli dann doch sein Okay gab. Wer schon trägt ein besseres Outfit eines Mafiosis so un-verwechselbar vor sich her, als Joe Viterelli...?
Und nun wird er, der Späteinsteiger im Filmgeschäft, nie mehr in neuen Streifen zu sehen sein...

In der Bronx von New York geboren, verstorben an einer Magenblutung (62-jährig am 28. Januar 2004) in Las Vegas – die Lebensstationen des seit 14 Jahren viel be-schäftigten Schauspielers machten seinem Aussehen alle Ehre. Pockennarben, knol-lige Nase, ein gewaltiger Fleischbrocken an Mensch – die Produktionsfirmen rissen sich um ihn. Seinen Auftritt in "Analyze This" ("Reine Nervensache") als Wachhund des von Panikattacken gebeutelten Mafia-Paten Paul Vitti (Robert de Niro) als eine Art Höhepunkt in seiner Karriere hervorzuheben, wäre tief gestapelt.

Joe Viterelli glänzte immer in seinen Rollen und blieb auch neben den prominenten Hauptakteuren in seinen Filmen stets unübersehbar und beachtet. Wie in den Kino-streifen "Bullets over Broadway" (Woody Allen), "Crossing Guard – Es geschah auf offener Straße" oder in Chuck Russells Action-Thriller "Eraser".

Viterelli verkörperte meisterhaft den unberechenbaren "Vinnie, die Krabbe" in "Mickey Blue Eyes" oder all die Mafiosis und Bösewichte in "Das teuflische Imperium", "Jack Ruby - Im Netz der Mafia" , "Die Firma", "Mississippi Delta", "Pulp Highway", "Pistol Blues", "Tango gefällig?", "Mafia! – Eine Nudel macht noch keine Spaghetti", "Spot", "Schwer verliebt" oder "Mann umständehalber abzugeben" (2002).

In zahlreichen US-Serien flimmerte der schwergewichtige Joe auch über die heimi-schen Bildschirme: "Im Netz des Syndikats", "Im Schatten eines Mörders", "Palace Guard" um nur einige zu nennen...

Gegangen, aber unvergessen...